Schüler, Anja (2016): Neologismen in der Science Fiction. Eine Untersuchung ihrer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche. Peter Lang Edition: Frankfurt am Main. XIII, 259 S. (= Leipziger Studien zur angewandten Linguistik und Translatologie 17).

Schüler, Anja (2016): Neologismen in der Science Fiction. Eine Untersuchung ihrer Übersetzung... Es gibt wohl kaum ein anderes literarisches Genre, in dem Neologismen so frequent und vor allem auch so stilprägend wären wie in der Science Fiction (SF). Dies liegt primär an der thematisch-inhaltlichen Spezifik der SF-Werke, deren Handlung prinzipiell in fiktiven Welten und dazu noch oft in mehr oder weniger entfernter Zukunft spielt.Die Bestandteile jener imaginären Welten: von dem jeweiligen Autor frei erfundene Gegenstände, darunter zuvorderst neuartige Technologie-Erzeugnisse, aber auch fremdplanetarische Lebewesen und Pflanzen, Tätigkeiten, Sachverhalte und Ideen – all diese neuen Entitäten bedürfen ja, sollen sie im Text direkt angesprochen werden können, entsprechender Namen; darüber hinaus können aber Neologismen in der SF auch herkömmliche, reelle Entitäten benennen, wenn sie etwa in einem Roman als Exponenten einer fiktiven (außerirdischen, zukünftigen) Sprache fungieren.Damit sind die literarischen Neologismen – individuell gebildete Wörter, die in einem Werk erstmalig vorkommen und in der Regel außerhalb dieses Werkes nicht mehr aufgegriffen werden – für viele SF-Texte konstitutiv; wird ein Originaltext in eine Fremdsprache übertragen, erfordern sie eine besondere Beachtung seitens des Übersetzers. Dieser Problematik widmet sich das zur Debatte stehende Buch von Anja Schüler.Als Band 17 der Reihe Leipziger Studien zur angewandten Linguistik und Translatologie erschienen, zeichnet sich das Buch zunächst durch eine sorgfältige editorische http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Lebende Sprachen de Gruyter

Schüler, Anja (2016): Neologismen in der Science Fiction. Eine Untersuchung ihrer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche. Peter Lang Edition: Frankfurt am Main. XIII, 259 S. (= Leipziger Studien zur angewandten Linguistik und Translatologie 17).

Lebende Sprachen, Volume 63 (1): 7 – Apr 3, 2018

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Publisher
de Gruyter
Copyright
© 2018 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
ISSN
1868-0267
eISSN
1868-0267
DOI
10.1515/les-2018-0011
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Abstract

Es gibt wohl kaum ein anderes literarisches Genre, in dem Neologismen so frequent und vor allem auch so stilprägend wären wie in der Science Fiction (SF). Dies liegt primär an der thematisch-inhaltlichen Spezifik der SF-Werke, deren Handlung prinzipiell in fiktiven Welten und dazu noch oft in mehr oder weniger entfernter Zukunft spielt.Die Bestandteile jener imaginären Welten: von dem jeweiligen Autor frei erfundene Gegenstände, darunter zuvorderst neuartige Technologie-Erzeugnisse, aber auch fremdplanetarische Lebewesen und Pflanzen, Tätigkeiten, Sachverhalte und Ideen – all diese neuen Entitäten bedürfen ja, sollen sie im Text direkt angesprochen werden können, entsprechender Namen; darüber hinaus können aber Neologismen in der SF auch herkömmliche, reelle Entitäten benennen, wenn sie etwa in einem Roman als Exponenten einer fiktiven (außerirdischen, zukünftigen) Sprache fungieren.Damit sind die literarischen Neologismen – individuell gebildete Wörter, die in einem Werk erstmalig vorkommen und in der Regel außerhalb dieses Werkes nicht mehr aufgegriffen werden – für viele SF-Texte konstitutiv; wird ein Originaltext in eine Fremdsprache übertragen, erfordern sie eine besondere Beachtung seitens des Übersetzers. Dieser Problematik widmet sich das zur Debatte stehende Buch von Anja Schüler.Als Band 17 der Reihe Leipziger Studien zur angewandten Linguistik und Translatologie erschienen, zeichnet sich das Buch zunächst durch eine sorgfältige editorische

Journal

Lebende Sprachende Gruyter

Published: Apr 3, 2018

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