Person und Subjekt. Zur Überwindung des Subjektivismus im Menschenbild und im Gottesverständnis

Person und Subjekt. Zur Überwindung des Subjektivismus im Menschenbild und im Gottesverständnis Person und Subjekt "Zur Überwindung des Subjektivismus im Menschenbild und im Gottesverständnis Wolfhart P a n n e n b e r g , München 40, Schellingstraße 3/ Es gibt wenige Themenkomplexe, die den Einfluß des Christentums auf das Menschenbild so deutlich erkennen lassen wie der Begriff der Person. Zwar stammt das Wort aus der vorchristlichen Antike. Aber seine eigentümliche Inhaltsbestimmung, durch die die Personalität zum Inbegriff der Würde des Menschen geworden ist, hat das Wort erst durch das Christentum gewonnen. Im Griechischen bezeichnet seit Homer »Antlitz«. Von daher erklärt sich dann die Verwendung des Wortes für die Maske des Schauspielers bei der Darstellung einer bestimmten Rolle. Diesen Sinn hat auch das lateinische Wort »persona«, das die Assoziation der durch die Maske hindurchtönenden Stimme mit sich führt. Beide Wörter bezeichnen metonymisch auch die Rolle, die der Träger der Maske spielt, und den dadurch dargestellten Charakter. Darauf fußt der übertragende Gebrauch der Bezeichnung »persona« für die gesellschaftliche Rolle, die jemand spielt. Die Verbindung dieser übertragenen Bedeutung mit der Grundbedeutung von »Antlitz« macht verständlich, daß im Späthellenismus und persona zu Bezeichnungen für die Individuen wurden. Man sprach von einer Anzahl von Personen, wie es auch heute noch geschieht. In diesem http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie de Gruyter

Person und Subjekt. Zur Überwindung des Subjektivismus im Menschenbild und im Gottesverständnis

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0028-3517
eISSN
1612-9520
DOI
10.1515/nzst.1976.18.2.133
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Abstract

Person und Subjekt "Zur Überwindung des Subjektivismus im Menschenbild und im Gottesverständnis Wolfhart P a n n e n b e r g , München 40, Schellingstraße 3/ Es gibt wenige Themenkomplexe, die den Einfluß des Christentums auf das Menschenbild so deutlich erkennen lassen wie der Begriff der Person. Zwar stammt das Wort aus der vorchristlichen Antike. Aber seine eigentümliche Inhaltsbestimmung, durch die die Personalität zum Inbegriff der Würde des Menschen geworden ist, hat das Wort erst durch das Christentum gewonnen. Im Griechischen bezeichnet seit Homer »Antlitz«. Von daher erklärt sich dann die Verwendung des Wortes für die Maske des Schauspielers bei der Darstellung einer bestimmten Rolle. Diesen Sinn hat auch das lateinische Wort »persona«, das die Assoziation der durch die Maske hindurchtönenden Stimme mit sich führt. Beide Wörter bezeichnen metonymisch auch die Rolle, die der Träger der Maske spielt, und den dadurch dargestellten Charakter. Darauf fußt der übertragende Gebrauch der Bezeichnung »persona« für die gesellschaftliche Rolle, die jemand spielt. Die Verbindung dieser übertragenen Bedeutung mit der Grundbedeutung von »Antlitz« macht verständlich, daß im Späthellenismus und persona zu Bezeichnungen für die Individuen wurden. Man sprach von einer Anzahl von Personen, wie es auch heute noch geschieht. In diesem

Journal

Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophiede Gruyter

Published: Jan 1, 1976

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