Osteosyntheseimplantate aus biodegradierbaren Polymeren - Entwicklung neuer Implantatgeometrien

Osteosyntheseimplantate aus biodegradierbaren Polymeren - Entwicklung neuer Implantatgeometrien Hackhofer, T.M., Wagner, F.D., Hofmann, G.O. Chirurgische Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Großhadern, Marchioninistr. 15, D-8000 München 70, Germany RESULTS Ingenieurbüro, Marktplatz 2,0-85567 Gräting bei München, Germany Einleitung In Unfallchirurgie und Orthopädie erfolgt die operative Stabilisierung von gebrochenen Knochen und zerstörten Gelenken derzeit nahezu ausschließlich mit Hilfe von metallischen Osteosyntheseimplantaten aus Co-Cr-Ni-Stählen oder Titanlegierungen. Diese Implantate haben nach einem halben Jahrhundert intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten der Werkstoffkunde, Fertigungstechnik, Oberflächentechnik und Biomechanik einen sehr hohen Standard erreicht, welcher die Notwendigkeit weiterer Verbesserungen auf den ersten Blick nicht erkennen läßt. Und trotzdem weisen diese Metallimplantate immer noch eine Reihe von Nachteilen auf: 1. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (z.B. sehr alte Patienten, extrem schwieriger operativer Zugang, etc.), müssen Metallimplantate wieder entfernt werden, was einen erneuten operativen Eingriff, oftmals mit Allgemeinnarkose, erforderlich macht. Rund 200.000 Materialentfernungen allein in den alten Bundesländern der BRD verursachen pro Jahr etwa 280 Millionen DM an stationären Behandlungskosten. Bei dieser Kalkulation sind die Aufwendungen für die ambulanten Behandlung, die Kosten der krankengymnastischen Nachbetreuung des Patienten sowie die eines zusätzlichen Arbeitsausfalls noch nicht berücksichtigt. 2. Metallimplantate sind zu steif, zu wenig elastisch. Die mechanischen Festigkeitsparameter (Biege-, Zug-, Torsions-, und Scherfestigkeit) der Metalle liegen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Biomedizinische Technik / Biomedical Engineering de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0013-5585
eISSN
1862-278X
DOI
10.1515/bmte.1993.38.s1.145
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Abstract

Hackhofer, T.M., Wagner, F.D., Hofmann, G.O. Chirurgische Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Großhadern, Marchioninistr. 15, D-8000 München 70, Germany RESULTS Ingenieurbüro, Marktplatz 2,0-85567 Gräting bei München, Germany Einleitung In Unfallchirurgie und Orthopädie erfolgt die operative Stabilisierung von gebrochenen Knochen und zerstörten Gelenken derzeit nahezu ausschließlich mit Hilfe von metallischen Osteosyntheseimplantaten aus Co-Cr-Ni-Stählen oder Titanlegierungen. Diese Implantate haben nach einem halben Jahrhundert intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten der Werkstoffkunde, Fertigungstechnik, Oberflächentechnik und Biomechanik einen sehr hohen Standard erreicht, welcher die Notwendigkeit weiterer Verbesserungen auf den ersten Blick nicht erkennen läßt. Und trotzdem weisen diese Metallimplantate immer noch eine Reihe von Nachteilen auf: 1. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (z.B. sehr alte Patienten, extrem schwieriger operativer Zugang, etc.), müssen Metallimplantate wieder entfernt werden, was einen erneuten operativen Eingriff, oftmals mit Allgemeinnarkose, erforderlich macht. Rund 200.000 Materialentfernungen allein in den alten Bundesländern der BRD verursachen pro Jahr etwa 280 Millionen DM an stationären Behandlungskosten. Bei dieser Kalkulation sind die Aufwendungen für die ambulanten Behandlung, die Kosten der krankengymnastischen Nachbetreuung des Patienten sowie die eines zusätzlichen Arbeitsausfalls noch nicht berücksichtigt. 2. Metallimplantate sind zu steif, zu wenig elastisch. Die mechanischen Festigkeitsparameter (Biege-, Zug-, Torsions-, und Scherfestigkeit) der Metalle liegen

Journal

Biomedizinische Technik / Biomedical Engineeringde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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