Noch einmal Philopatris.

Noch einmal Philopatris. In der Byzantinischen Zeitschrift V (1896) l--15 ist meine Arbeit über den pseudolucianischen Dialog Philopatris von so gewichtiger Stelle angegriffen worden, dafs mir daraus die Pflicht erwächst, meine Ansicht zu verteidigen. . Rohde a. a. 0. meint, der Kampf gegen die alten Götter, der den ersten Teil des Dialogs bildet, sei eine blofse Stilübung, bestimmt den Verfasser als zu zeigen; er stehe in keinem Zusammenhange mit dem zweiten, in dem uns Bilder ,,aktueller" Unerfreulichkeiten des kaiserlichen Byzanz gemalt würden. Bohdes These wäre höchst annehmbar, da sie mit einem Schlage die Hauptschwierigkeit des Problems beseitigte, wenn nicht eben gerade der zweite Teil gar so aktuell wäre. Der Verfasser klagt Landeleute, die er zum Greifen deutlich schildert, Über die der Stadtklatsch allerlei raunte (c. 26), der schwersten Verbrechen an. Hat aber der zweite Teil einen bestimmten Zweck, so mufs auch der erste zu diesem in irgend einer Beziehung stehen. Unmöglich konnte der Autor glauben, seine Angriffe dadurch wirksamer zu machen, dafs er die Hälfte seines Pamphlets mit Dingen ausfüllte, die in gar keinem Zusammenhange mit seinem Zwecke standen. Nur wenn erwiesen werden könnte, dafs der Kaiser, an den die Schrift nach den höfischen Schmeicheleien in c. 29 offenbar gerichtet ist, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Byzantinische Zeitschrift de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0007-7704
eISSN
1864-449X
DOI
10.1515/byzs.1897.6.1.144
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Abstract

In der Byzantinischen Zeitschrift V (1896) l--15 ist meine Arbeit über den pseudolucianischen Dialog Philopatris von so gewichtiger Stelle angegriffen worden, dafs mir daraus die Pflicht erwächst, meine Ansicht zu verteidigen. . Rohde a. a. 0. meint, der Kampf gegen die alten Götter, der den ersten Teil des Dialogs bildet, sei eine blofse Stilübung, bestimmt den Verfasser als zu zeigen; er stehe in keinem Zusammenhange mit dem zweiten, in dem uns Bilder ,,aktueller" Unerfreulichkeiten des kaiserlichen Byzanz gemalt würden. Bohdes These wäre höchst annehmbar, da sie mit einem Schlage die Hauptschwierigkeit des Problems beseitigte, wenn nicht eben gerade der zweite Teil gar so aktuell wäre. Der Verfasser klagt Landeleute, die er zum Greifen deutlich schildert, Über die der Stadtklatsch allerlei raunte (c. 26), der schwersten Verbrechen an. Hat aber der zweite Teil einen bestimmten Zweck, so mufs auch der erste zu diesem in irgend einer Beziehung stehen. Unmöglich konnte der Autor glauben, seine Angriffe dadurch wirksamer zu machen, dafs er die Hälfte seines Pamphlets mit Dingen ausfüllte, die in gar keinem Zusammenhange mit seinem Zwecke standen. Nur wenn erwiesen werden könnte, dafs der Kaiser, an den die Schrift nach den höfischen Schmeicheleien in c. 29 offenbar gerichtet ist,

Journal

Byzantinische Zeitschriftde Gruyter

Published: Jan 1, 1897

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