Mikromechanisches Ventil für die Hydrozephalustherapie

Mikromechanisches Ventil für die Hydrozephalustherapie Mikromechanisches Ventil für die Hydrozephalustherapie Joswig, Jürgen; Seifert, Steifen Institut für Medizintechnik Dresden e.V. Bernhard-Voß-Straße 25/27 01445 Radebeul Einleitung Im Rahmen eines Förderprojektes des BMFT der Bundesrepublik Deutschland wurde die Möglichkeit des Einsatzes mikromechanischer Komponenten für die Dosierung biologischer Flüssigkeiten untersucht. Neben der klassischen extra- und intrakorporalen Wirkstoffdosierung zeigte sich die Therapie des Hydrozephalus als ein Spezialfall für die Dosierung einer biologischen Flüssigkeit. Im Rahmen der Posterpräsentation wird als Alternative zu den bisher eingesetzten feinmechanischen Ventilen eine Lösung auf der Basis eines mikromechanischen Ventils vorgeschlagen. Medizinische Problemstellung Der Hydrozephalus in allen seinen Erscheinungsformen beinhaltet in erster Linie ein angeborenes oder erworbenes Mißverhältnis zwischen der Produktionsrate und der Resorptionsrate des Liquor in der Weise, daß die Produktion die Resorption übersteigt. Dieser Zustand führt zu einem unphysiologischen Druckanstieg im cerebrospinalen System und als Folge zu Schädigungen des ZNS bis zum Totalausfall. Therapie und Ventiltypen Die Therapie besteht in der Implantation eines Shuntsystems zur gesteuerten Ableitung überschüssigen Liquors vorzugsweise in das Peritoneum oder auch in den venösen Kreislauf. Diese Shuntsysteme bestehen aus einem proximalen Ventrikelkatheter, einem distalen Peritonealkatheter und einem differenzdruckgesteuerten feinmechanischen Ventil (federbelastetes Kugelventil, Plattenventil. Gemeinsamer Nachteil aller bisher eingesetzten Ventile ist die Abhängigkeit der Drainagerate von der Lage des http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Biomedizinische Technik / Biomedical Engineering de Gruyter

Mikromechanisches Ventil für die Hydrozephalustherapie

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0013-5585
eISSN
1862-278X
DOI
10.1515/bmte.1993.38.s1.271
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Abstract

Mikromechanisches Ventil für die Hydrozephalustherapie Joswig, Jürgen; Seifert, Steifen Institut für Medizintechnik Dresden e.V. Bernhard-Voß-Straße 25/27 01445 Radebeul Einleitung Im Rahmen eines Förderprojektes des BMFT der Bundesrepublik Deutschland wurde die Möglichkeit des Einsatzes mikromechanischer Komponenten für die Dosierung biologischer Flüssigkeiten untersucht. Neben der klassischen extra- und intrakorporalen Wirkstoffdosierung zeigte sich die Therapie des Hydrozephalus als ein Spezialfall für die Dosierung einer biologischen Flüssigkeit. Im Rahmen der Posterpräsentation wird als Alternative zu den bisher eingesetzten feinmechanischen Ventilen eine Lösung auf der Basis eines mikromechanischen Ventils vorgeschlagen. Medizinische Problemstellung Der Hydrozephalus in allen seinen Erscheinungsformen beinhaltet in erster Linie ein angeborenes oder erworbenes Mißverhältnis zwischen der Produktionsrate und der Resorptionsrate des Liquor in der Weise, daß die Produktion die Resorption übersteigt. Dieser Zustand führt zu einem unphysiologischen Druckanstieg im cerebrospinalen System und als Folge zu Schädigungen des ZNS bis zum Totalausfall. Therapie und Ventiltypen Die Therapie besteht in der Implantation eines Shuntsystems zur gesteuerten Ableitung überschüssigen Liquors vorzugsweise in das Peritoneum oder auch in den venösen Kreislauf. Diese Shuntsysteme bestehen aus einem proximalen Ventrikelkatheter, einem distalen Peritonealkatheter und einem differenzdruckgesteuerten feinmechanischen Ventil (federbelastetes Kugelventil, Plattenventil. Gemeinsamer Nachteil aller bisher eingesetzten Ventile ist die Abhängigkeit der Drainagerate von der Lage des

Journal

Biomedizinische Technik / Biomedical Engineeringde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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