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Luxuria, Frau Welt und Domina Perchta

Luxuria, Frau Welt und Domina Perchta Marianne Rumpf, Berlin Zur Frage der Herkunft und Bedeutung des Namens Bercht oder Percht und der Perchten in Sagen, im Aberglauben und im Perchtenbrauch gibt es verschiedene Meinungen der Gelehrten, Sprachforscher und Mythologen. Schon 1729 bringt Christian Haltaus 1 in seinem Calendarium medii aevi den Prechtag mit einer Göttin Precha in Zusammenhang. Die Elsässer Johann Scherz undJeremias Oberlin2 ordnen den Prechtag dem Dienstag zu, der dem antiken Gott Mars gewidmet war, wobei wiederum eine dea precha genannt wird. Bei diesen Ableitungen spielt die Bezeichnung Giperchtennacht in den Mondseer Glossen aus dem 11. Jahrhundert eine Rolle, die von Andreas Schmeller3 und Jacob Grimm4 herangezogen und als Übersetzung des griechischen Wortes Epiphanie interpretiert wird, was althochdeutsch strahlend bedeute5. Für den Perchtentag bzw. die Perchtennacht gibt es aus Urkunden und mittelalterlichen Schriften mehrere Beispiele6, denen lediglich zu entnehmen ist, daß es sich hier um die Bezeichnung eines bestimmten Tages, des Epiphaniastages oder der vorangehenden Nacht, den 5. und 6. Januar handelt, auch theophania apparitio genannt. Es wird die Gestalt der Perchta oder Berchta sowie ihr männliches Pendant, der Berchtold, von Schmeller, Grimm, Bachmann, Bilfinger, Golther und Beitl7 als Personifikation des Epiphanias- oder Perchttages * Dieser Beitrag, ursprünglich für Fabula 30 (1989) http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Fabula de Gruyter

Luxuria, Frau Welt und Domina Perchta

Fabula , Volume 31 (1-2) – Jan 1, 1990

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0014-6242
eISSN
1316-0464
DOI
10.1515/fabl.1990.31.1-2.97
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Abstract

Marianne Rumpf, Berlin Zur Frage der Herkunft und Bedeutung des Namens Bercht oder Percht und der Perchten in Sagen, im Aberglauben und im Perchtenbrauch gibt es verschiedene Meinungen der Gelehrten, Sprachforscher und Mythologen. Schon 1729 bringt Christian Haltaus 1 in seinem Calendarium medii aevi den Prechtag mit einer Göttin Precha in Zusammenhang. Die Elsässer Johann Scherz undJeremias Oberlin2 ordnen den Prechtag dem Dienstag zu, der dem antiken Gott Mars gewidmet war, wobei wiederum eine dea precha genannt wird. Bei diesen Ableitungen spielt die Bezeichnung Giperchtennacht in den Mondseer Glossen aus dem 11. Jahrhundert eine Rolle, die von Andreas Schmeller3 und Jacob Grimm4 herangezogen und als Übersetzung des griechischen Wortes Epiphanie interpretiert wird, was althochdeutsch strahlend bedeute5. Für den Perchtentag bzw. die Perchtennacht gibt es aus Urkunden und mittelalterlichen Schriften mehrere Beispiele6, denen lediglich zu entnehmen ist, daß es sich hier um die Bezeichnung eines bestimmten Tages, des Epiphaniastages oder der vorangehenden Nacht, den 5. und 6. Januar handelt, auch theophania apparitio genannt. Es wird die Gestalt der Perchta oder Berchta sowie ihr männliches Pendant, der Berchtold, von Schmeller, Grimm, Bachmann, Bilfinger, Golther und Beitl7 als Personifikation des Epiphanias- oder Perchttages * Dieser Beitrag, ursprünglich für Fabula 30 (1989)

Journal

Fabulade Gruyter

Published: Jan 1, 1990

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