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Luthers Turmerlebnis

Luthers Turmerlebnis Dozent Dr. Albrecht P e t e r s , Heidelberg-Pfaffengrund, Pfauenweg l I. Die K o n t r o v e r s e der F o r s c h u n g über L u t h e r s sogenanntes Turmerlebnis Nach dem großen Selbstzeugnis in der Vorrede zum ersten Band seiner gesammelten Schriften1 will Luther beim Nachsinnen über Rm. 1,17 ein neues Verständnis der iustitia Dei gewonnen haben, das für ihn und seinen Weg als Reformator entscheidend wurde, weil es ihn die Schrift mit gewandelten Augen sehen ließ. Dieses sogenannte Turmerlebnis2 ist in der Forschung stark umstritten, nicht nur im Hinblick auf seinen Zeitpunkt, auch auf seinen inneren Gehalt3. Die Meinungen divergieren so stark, daß man des Fragens und Forschens ein wenig müde geworden ist4. Die ältere Forschergeneration setzte die entscheidende Wende in Luthers Theologie sehr früh an. Ihr schien die erste Psalmenvorlesung bereits alles Neue zu enthalten. Hierin stimmen JULIUS FICKER, KARL HOLL, OTTO RlTSCHL, REINHOLD SEEBERG überein5. Die Holl-Schüler EMANUEL HIRSCH®, ERICH VOGELSANGT und HEINRICH BoRNKAMM8 denken an ein allmähliches Herauswachsen der Einsicht WA 54/179--187 (Cl. IV/421--428). Nach Tr. Nr. 3232 a. b. c; SCHEEL: Dokumente zu Luthers Entwicklung, 2. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0028-3517
eISSN
1612-9520
DOI
10.1515/nzst.1961.3.2.203
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Abstract

Dozent Dr. Albrecht P e t e r s , Heidelberg-Pfaffengrund, Pfauenweg l I. Die K o n t r o v e r s e der F o r s c h u n g über L u t h e r s sogenanntes Turmerlebnis Nach dem großen Selbstzeugnis in der Vorrede zum ersten Band seiner gesammelten Schriften1 will Luther beim Nachsinnen über Rm. 1,17 ein neues Verständnis der iustitia Dei gewonnen haben, das für ihn und seinen Weg als Reformator entscheidend wurde, weil es ihn die Schrift mit gewandelten Augen sehen ließ. Dieses sogenannte Turmerlebnis2 ist in der Forschung stark umstritten, nicht nur im Hinblick auf seinen Zeitpunkt, auch auf seinen inneren Gehalt3. Die Meinungen divergieren so stark, daß man des Fragens und Forschens ein wenig müde geworden ist4. Die ältere Forschergeneration setzte die entscheidende Wende in Luthers Theologie sehr früh an. Ihr schien die erste Psalmenvorlesung bereits alles Neue zu enthalten. Hierin stimmen JULIUS FICKER, KARL HOLL, OTTO RlTSCHL, REINHOLD SEEBERG überein5. Die Holl-Schüler EMANUEL HIRSCH®, ERICH VOGELSANGT und HEINRICH BoRNKAMM8 denken an ein allmähliches Herauswachsen der Einsicht WA 54/179--187 (Cl. IV/421--428). Nach Tr. Nr. 3232 a. b. c; SCHEEL: Dokumente zu Luthers Entwicklung, 2.

Journal

Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophiede Gruyter

Published: Jan 1, 1961

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