Laserspallation- eine neue Möglichkeit zur nicht thermischen Gewebeabtragung

Laserspallation- eine neue Möglichkeit zur nicht thermischen Gewebeabtragung Laserspallation- eine neue Möglichkeit zur nicht thermischen Gewebeabtragung Heinz Schmidt-Kleiber, Günther Paltauf Institut für Experimentalphysik, Abteilung Biophysik Karl-Franzens-Universität Graz, Universitätsplatz 5, 8010 Graz EINLEITUNG Spallationsexperimente werden üblicherweise so durchgeführt, daß man an der Rückseite eines Probekörpers eine elastische Druckwelle auslöst 1. Diese durchläuft den Körper und wird an dessen Vorderseite- eine freie Oberfläche vorausgesetzt- als Zugspannungswelle reflektiert. Liegt die Zugspannung über der Festigkeitsgrenze des Probekörpers, so kommt es zu dessen Zerstörung. In Festkörpern treten zur Oberfläche parallel verlaufende Risse auf, oder es werden größere Materialbereiche abgesprengt. In Flüssigkeiten entstehen Kavitationsblasen, deren weitere Ausdehnung ebenfalls zu Materialauswurf führen kann. Mit Laserspallation bezeichnet man das Auftreten der oben beschriebenen Vorgänge, wenn sie durch Absorption von Laserstrahlung ausgelöst werden 2'3. Dazu muß die Energiezufuhr in den Probekörper so rasch erfolgen, daß die mit der Erwärmung entstehende mechanische Spannung nicht in die Umgebung abgeleitet werden kann; der Vorgang also isochor abläuft. Betrachtet man das Eindringen von Laserstrahlung in einen Probekörper, so findet man- einfache Absorption vorausgesetzt- eine Intensitätsabnahme, die durch das Beer1 sehe Gesetz beschrieben wird: so erhält man die akustische Transitzeit (Jak) als jene charakteristische Zeitspanne, die von der Laserpulsdauer (fp) nicht überschritten werden darf wenn Spallation auftreten soll. fp<fek (3) http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Biomedizinische Technik / Biomedical Engineering de Gruyter

Laserspallation- eine neue Möglichkeit zur nicht thermischen Gewebeabtragung

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0013-5585
eISSN
1862-278X
DOI
10.1515/bmte.1993.38.s1.427
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Abstract

Laserspallation- eine neue Möglichkeit zur nicht thermischen Gewebeabtragung Heinz Schmidt-Kleiber, Günther Paltauf Institut für Experimentalphysik, Abteilung Biophysik Karl-Franzens-Universität Graz, Universitätsplatz 5, 8010 Graz EINLEITUNG Spallationsexperimente werden üblicherweise so durchgeführt, daß man an der Rückseite eines Probekörpers eine elastische Druckwelle auslöst 1. Diese durchläuft den Körper und wird an dessen Vorderseite- eine freie Oberfläche vorausgesetzt- als Zugspannungswelle reflektiert. Liegt die Zugspannung über der Festigkeitsgrenze des Probekörpers, so kommt es zu dessen Zerstörung. In Festkörpern treten zur Oberfläche parallel verlaufende Risse auf, oder es werden größere Materialbereiche abgesprengt. In Flüssigkeiten entstehen Kavitationsblasen, deren weitere Ausdehnung ebenfalls zu Materialauswurf führen kann. Mit Laserspallation bezeichnet man das Auftreten der oben beschriebenen Vorgänge, wenn sie durch Absorption von Laserstrahlung ausgelöst werden 2'3. Dazu muß die Energiezufuhr in den Probekörper so rasch erfolgen, daß die mit der Erwärmung entstehende mechanische Spannung nicht in die Umgebung abgeleitet werden kann; der Vorgang also isochor abläuft. Betrachtet man das Eindringen von Laserstrahlung in einen Probekörper, so findet man- einfache Absorption vorausgesetzt- eine Intensitätsabnahme, die durch das Beer1 sehe Gesetz beschrieben wird: so erhält man die akustische Transitzeit (Jak) als jene charakteristische Zeitspanne, die von der Laserpulsdauer (fp) nicht überschritten werden darf wenn Spallation auftreten soll. fp<fek (3)

Journal

Biomedizinische Technik / Biomedical Engineeringde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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