Kybernetische Aspekte für den erweiterten Einsatz der FES bei motorischen Defiziten

Kybernetische Aspekte für den erweiterten Einsatz der FES bei motorischen Defiziten Kybernetische Aspekte für den erweiterten Einsatz der FES bei motorischen Defiziten G.Vossius Institut für Biokybernetik und Biomedizinische Technik Universität Karlsruhe, Kaiserstr. 12, D-76128 Karlsruhe Die Willkürmotorik des Menschen läßt sich funktionell in 4 Hauptebenen unterteilen (1): Die Referenz- oder Bezugsebene, die die Basis für die laufenden Aktivitäten der Willkürmotorik darstellt. Die Regelebene, die die Regelbarkeit (Steuerbarkeit) bewirkt. Die Programmebene, die eingesetzt wird, wenn Routinebewegungen keiner andauernden Kontrolle bedürfen, oder die Schnelligkeit der Bewegungen und Reaktionen eine Regelung nicht mehr zulassen. Unter diesen Ebenen liegen als ausführende Abschnitte der Regelung analog einer Kaskadenschaltung die rückgekoppelten Kreise der älteren Anteile des Kleinhirns mit den motorischen Kerngebieten des Hirnstamms sowie die Rückenmarksebene, bei der koordinativ verbunden jeweils mehrere Segmente zusammenarbeiten. Diese Ebenen entwickeln sich in der Ontogenese in enger gegenseitiger Verkopplung und müssen auch während des Lebens andauernd auf dem Laufenden gehalten werden. Von ihrem Zustand hängt die aktuelle Kapazität des Menschen zur Kontrolle seiner Willkürmotorik ab. Der Einsatz der Funktionellen Elektrostimulation, FES, bei Patienten mit Ausfällen in der Willkürmotorik als Folge von temporären oder chronischen Lähmungen, die verletzungsbedingt oder entzündlich - degenerativ sein können, hat ergeben, daß die Bewegungsdefizite anscheinend umfangreicher sind, als dies durch den primären Herd im ZNS http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Biomedizinische Technik / Biomedical Engineering de Gruyter

Kybernetische Aspekte für den erweiterten Einsatz der FES bei motorischen Defiziten

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0013-5585
eISSN
1862-278X
DOI
10.1515/bmte.1993.38.s1.419
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Abstract

Kybernetische Aspekte für den erweiterten Einsatz der FES bei motorischen Defiziten G.Vossius Institut für Biokybernetik und Biomedizinische Technik Universität Karlsruhe, Kaiserstr. 12, D-76128 Karlsruhe Die Willkürmotorik des Menschen läßt sich funktionell in 4 Hauptebenen unterteilen (1): Die Referenz- oder Bezugsebene, die die Basis für die laufenden Aktivitäten der Willkürmotorik darstellt. Die Regelebene, die die Regelbarkeit (Steuerbarkeit) bewirkt. Die Programmebene, die eingesetzt wird, wenn Routinebewegungen keiner andauernden Kontrolle bedürfen, oder die Schnelligkeit der Bewegungen und Reaktionen eine Regelung nicht mehr zulassen. Unter diesen Ebenen liegen als ausführende Abschnitte der Regelung analog einer Kaskadenschaltung die rückgekoppelten Kreise der älteren Anteile des Kleinhirns mit den motorischen Kerngebieten des Hirnstamms sowie die Rückenmarksebene, bei der koordinativ verbunden jeweils mehrere Segmente zusammenarbeiten. Diese Ebenen entwickeln sich in der Ontogenese in enger gegenseitiger Verkopplung und müssen auch während des Lebens andauernd auf dem Laufenden gehalten werden. Von ihrem Zustand hängt die aktuelle Kapazität des Menschen zur Kontrolle seiner Willkürmotorik ab. Der Einsatz der Funktionellen Elektrostimulation, FES, bei Patienten mit Ausfällen in der Willkürmotorik als Folge von temporären oder chronischen Lähmungen, die verletzungsbedingt oder entzündlich - degenerativ sein können, hat ergeben, daß die Bewegungsdefizite anscheinend umfangreicher sind, als dies durch den primären Herd im ZNS

Journal

Biomedizinische Technik / Biomedical Engineeringde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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