Kleinere Beiträge, Forschungs- und Literaturberichte

Kleinere Beiträge, Forschungs- und Literaturberichte Kleinere Beiträge, Forschungs- und Literaturbericlite FRIEDRICH LOTTER Ist Hermann von Schedas Opuscalum De conversione sua eine Fälschung? Die autobiographische Schrift des Prämonstratenserprobstes und Konvertiten Hermann von Scheda (Jehuda ben David ha-Levi) galt aufgrund der eingehenden Beschreibung des langen Prozesses einer aus innerer Überzeugung erfolgten Bekehrung eines Juden zum Christentum und der ebenso seltenen Verbindung des jüdischen und christlichen Standpunktes in einer Person bisher als einzigartige Quelle über die Beziehungen von Christen und Juden in der Epoche zwischen dem 1. und dem 2. Kreuzzug1. Aus diesem Grunde fand die Schrift bisher bei Historikern durchaus überproportionales Interesse. Dabei hat -- von einer kritischen Bemerkung von B. Blumenkranz abgesehen2 -- niemand jemals Zweifel daran geäußert, daß sie authentisch sei, d.h. das sei, wofür sie sich ausgebe. Das bedeutet freilich nicht, daß die von Hermann gegebene Darstellung in allem der historischen Wirklichkeit entsprechen müsse und diese nicht vielmehr gerade wegen der unverkennbar apologetischen wie auch erbaulichen Tendenz gelegentlich retuschiert haben könnte. Daher verdienen es die hier sich stellenden Probleme angesichts der Bedeutung der Quelle durchaus, noch eingehender als bisher analysiert zu werden. Tatsächlich hat nun Avrom Saltman kürzlich die Frage aufgeworfen, ob Hermanns \Xferk Wahrheit oder Fiktion sei3. Die durch den Titel http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

Kleinere Beiträge, Forschungs- und Literaturberichte

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
D.O.I.
10.1515/asch.1992.2.1.205
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Abstract

Kleinere Beiträge, Forschungs- und Literaturbericlite FRIEDRICH LOTTER Ist Hermann von Schedas Opuscalum De conversione sua eine Fälschung? Die autobiographische Schrift des Prämonstratenserprobstes und Konvertiten Hermann von Scheda (Jehuda ben David ha-Levi) galt aufgrund der eingehenden Beschreibung des langen Prozesses einer aus innerer Überzeugung erfolgten Bekehrung eines Juden zum Christentum und der ebenso seltenen Verbindung des jüdischen und christlichen Standpunktes in einer Person bisher als einzigartige Quelle über die Beziehungen von Christen und Juden in der Epoche zwischen dem 1. und dem 2. Kreuzzug1. Aus diesem Grunde fand die Schrift bisher bei Historikern durchaus überproportionales Interesse. Dabei hat -- von einer kritischen Bemerkung von B. Blumenkranz abgesehen2 -- niemand jemals Zweifel daran geäußert, daß sie authentisch sei, d.h. das sei, wofür sie sich ausgebe. Das bedeutet freilich nicht, daß die von Hermann gegebene Darstellung in allem der historischen Wirklichkeit entsprechen müsse und diese nicht vielmehr gerade wegen der unverkennbar apologetischen wie auch erbaulichen Tendenz gelegentlich retuschiert haben könnte. Daher verdienen es die hier sich stellenden Probleme angesichts der Bedeutung der Quelle durchaus, noch eingehender als bisher analysiert zu werden. Tatsächlich hat nun Avrom Saltman kürzlich die Frage aufgeworfen, ob Hermanns \Xferk Wahrheit oder Fiktion sei3. Die durch den Titel

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 1992

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