John Willett, The Theatre of the Weimar Republic.

John Willett, The Theatre of the Weimar Republic. Ph. Brady: J. Willett, The Theatre of the Weimar Rcpublic Ob Rene Schickele je in der Literaturgeschichte den Platz einnehmen wird, der ihm seiner Bedeutung nach zusteht, hängt zunächst einmal davon ab, ob weiterhin Geschichten der Nationalliteratiiren geschrieben werden oder ob man eine Geschichte der europäischen Literatur in deutscher Sprache, in französischer Sprache, in italienischer Sprache und so weiter schreiben wird. In dieser Hinsicht ist die Bezeichnung der Olms-Reihe, in der das Buch erschien, ,,Auslandsdeutsche Literatur der Gegenwart", allerdings ein schlechtes Omen. Man muß schon Luxemburger sein, das heißt, aus einer dem Elsaß ähnlichen Kulturlandschaft stammen, um zu wissen, was es heißt, zwischen den romanischen und den germanischen Kulturkreis hingespannt, man müßte eigentlich schreiben, hingekreuzigt zu sein. Auch wer in Luxemburg Ideen vertritt, die - wenn wir den entscheidenden Unterschied ausnehmen, daß Luxemburg seit 1815 ein souveräner, unabhängiger Staat ist - denen von Rene Schickele nahekommen, gerät fast notwendigerweise zwischen den Amboß des Nationalismus, der sich nicht selten rotweißblau gibt, in Wahrheit aber braun ist, und den Hammer der chauvinistischen Frankophilie. Ob also Rene Schickele eines Tages in der Literaturgeschichte die Gerechtigkeit widerfahren wird, auf die er Anspruch hat, ist schwer zu sagen. Wenn das aber tatsächlich geschehen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Arbitrium - Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0723-2977
eISSN
1865-8849
DOI
10.1515/arbi.1993.11.1.107
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Abstract

Ph. Brady: J. Willett, The Theatre of the Weimar Rcpublic Ob Rene Schickele je in der Literaturgeschichte den Platz einnehmen wird, der ihm seiner Bedeutung nach zusteht, hängt zunächst einmal davon ab, ob weiterhin Geschichten der Nationalliteratiiren geschrieben werden oder ob man eine Geschichte der europäischen Literatur in deutscher Sprache, in französischer Sprache, in italienischer Sprache und so weiter schreiben wird. In dieser Hinsicht ist die Bezeichnung der Olms-Reihe, in der das Buch erschien, ,,Auslandsdeutsche Literatur der Gegenwart", allerdings ein schlechtes Omen. Man muß schon Luxemburger sein, das heißt, aus einer dem Elsaß ähnlichen Kulturlandschaft stammen, um zu wissen, was es heißt, zwischen den romanischen und den germanischen Kulturkreis hingespannt, man müßte eigentlich schreiben, hingekreuzigt zu sein. Auch wer in Luxemburg Ideen vertritt, die - wenn wir den entscheidenden Unterschied ausnehmen, daß Luxemburg seit 1815 ein souveräner, unabhängiger Staat ist - denen von Rene Schickele nahekommen, gerät fast notwendigerweise zwischen den Amboß des Nationalismus, der sich nicht selten rotweißblau gibt, in Wahrheit aber braun ist, und den Hammer der chauvinistischen Frankophilie. Ob also Rene Schickele eines Tages in der Literaturgeschichte die Gerechtigkeit widerfahren wird, auf die er Anspruch hat, ist schwer zu sagen. Wenn das aber tatsächlich geschehen

Journal

Arbitrium - Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaftde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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