Hubertus Menke, Bibliotheca Reinardiana. Teil I: Die europäischen Reineke-Fuchs-Drucke bis zum Jahre 1800.

Hubertus Menke, Bibliotheca Reinardiana. Teil I: Die europäischen Reineke-Fuchs-Drucke bis zum... 29o Anneliese Schmitt bezug zwischen beiden untersuchten Spielarten, weshalb wird nicht auf die Unterschiedlichkeit der zwei Spielgattungen eingegangen? Der Leser wird mit den Untersuchungsresultaten jeder Spielart konfrontiert, ohne daß er beispielsweise darüber aufgeklärt wird, daß ein breites Publikum eines Fastnachtspiels (S. 264), das fast immer in einer. Stube (ausgenommen die Lübecker Fastnachtspiele der Zirkelbruderschaft) vor einem relativ kleinen Kreis aufgeführt wurde, ein ganz anderes sein muß als das Publikum eines geistlichen Schauspiels, das auf großen Plätzen oder in großen Kirchen (z. B. Unsere liebe Frau im Moos in Sterzing) vor Massen von Leuten aufgeführt wurde, daß die Publikumswirkung beider Spielarten also ganz anders gewesen sein muß. Die sicheren und schlüssigen Interpretationen der drei Fastnachtspiele von Hans Folz, allen voran die Ausführungen zur Alten und neuen ee3 lassen bedauern, daß sich Edith Wenzel zur Untersuchung der literarischen Ausbildung des Judenstereotyps nicht auf Fastnachtspiele oder auf weitere Texte von Hans Folz beschränkt hat (und sich für die geistlichen Spiele trotz all ihrer Bedenken nicht auf die Untersuchungen von Natascha Bremer gestützt hat). Vielleicht hätte sie dann aus der Perspektive des AntiJudaismus, ihre Beobachtungen zum möglicherweise angesprochenen Publikumskreis miteinbeziehend (vgl. S. 208), adäquat einen Beitrag zur Gattungsfrage der Fastnachtspiele liefern können. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Arbitrium - Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft de Gruyter

Hubertus Menke, Bibliotheca Reinardiana. Teil I: Die europäischen Reineke-Fuchs-Drucke bis zum Jahre 1800.

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0723-2977
eISSN
1865-8849
DOI
10.1515/arbi.1993.11.3.290
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Abstract

29o Anneliese Schmitt bezug zwischen beiden untersuchten Spielarten, weshalb wird nicht auf die Unterschiedlichkeit der zwei Spielgattungen eingegangen? Der Leser wird mit den Untersuchungsresultaten jeder Spielart konfrontiert, ohne daß er beispielsweise darüber aufgeklärt wird, daß ein breites Publikum eines Fastnachtspiels (S. 264), das fast immer in einer. Stube (ausgenommen die Lübecker Fastnachtspiele der Zirkelbruderschaft) vor einem relativ kleinen Kreis aufgeführt wurde, ein ganz anderes sein muß als das Publikum eines geistlichen Schauspiels, das auf großen Plätzen oder in großen Kirchen (z. B. Unsere liebe Frau im Moos in Sterzing) vor Massen von Leuten aufgeführt wurde, daß die Publikumswirkung beider Spielarten also ganz anders gewesen sein muß. Die sicheren und schlüssigen Interpretationen der drei Fastnachtspiele von Hans Folz, allen voran die Ausführungen zur Alten und neuen ee3 lassen bedauern, daß sich Edith Wenzel zur Untersuchung der literarischen Ausbildung des Judenstereotyps nicht auf Fastnachtspiele oder auf weitere Texte von Hans Folz beschränkt hat (und sich für die geistlichen Spiele trotz all ihrer Bedenken nicht auf die Untersuchungen von Natascha Bremer gestützt hat). Vielleicht hätte sie dann aus der Perspektive des AntiJudaismus, ihre Beobachtungen zum möglicherweise angesprochenen Publikumskreis miteinbeziehend (vgl. S. 208), adäquat einen Beitrag zur Gattungsfrage der Fastnachtspiele liefern können.

Journal

Arbitrium - Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaftde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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