FÜSSENER OSTERSPIEL UND FÜSSENER MARIENKLAGE

FÜSSENER OSTERSPIEL UND FÜSSENER MARIENKLAGE FÜSSENER OSTERSPIEL UND FÜSSENER MARIENKLAGE (Fortsetzung) F. Zu den Melodien der Füssener Spiele. Zur Notation Sowohl das Osterspiel wie die Marienklage sind mit Melodien versehen. Diese werden in einer kursiven gotischen Choralnotation in Häkchenform auf 4 Notenlinien notiert. Die Einrichtung ist bei beiden Spielen die gleiche: auf Seiten, die den Gesang nicht durch Sprechverse unterbrechen, stehen normalerweise 9 Zeilen mit den dazugehörigen Notensystemen. Die 4 Linien scheinen im Osterspiel mit der Hand, in der Marienklage mit einem Raster gezogen zu sein. Die Aufzeichnung der Melodien ging der des Textes in beiden Fällen voraus, denn der Text richtet sich räumlich genau nach der Verteilung der Noten. Die Unterlegung des Textes stellt daher für die Übertragung der Noten keine besondere Schwierigkeit dar. Die Tonhöhe wurde durch Schlüssel (c und F) genau fixiert. In der Marienklage steht am Schluß der Zeile meist noch ein Kustos, der auf den Anfangston der nächsten Zeile verweist. Außer dieser kleinen Veränderung ist der Schriftduktus bei Schlüsseln wie Noten sowie in der Raumverteilung überall gleich, so daß man auf den gleichen Notenschreiber schließen kann. Die Form der Noten ist die aus der Metzer Neumenschrift entwickelte gotische Häkchenschritt. Die kaudierte Virga spielt außer in den Ligaturen bei http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Niemeyer
ISSN
0005-8076
eISSN
1865-9373
DOI
10.1515/bgsl.1976.1976.98.395
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Abstract

FÜSSENER OSTERSPIEL UND FÜSSENER MARIENKLAGE (Fortsetzung) F. Zu den Melodien der Füssener Spiele. Zur Notation Sowohl das Osterspiel wie die Marienklage sind mit Melodien versehen. Diese werden in einer kursiven gotischen Choralnotation in Häkchenform auf 4 Notenlinien notiert. Die Einrichtung ist bei beiden Spielen die gleiche: auf Seiten, die den Gesang nicht durch Sprechverse unterbrechen, stehen normalerweise 9 Zeilen mit den dazugehörigen Notensystemen. Die 4 Linien scheinen im Osterspiel mit der Hand, in der Marienklage mit einem Raster gezogen zu sein. Die Aufzeichnung der Melodien ging der des Textes in beiden Fällen voraus, denn der Text richtet sich räumlich genau nach der Verteilung der Noten. Die Unterlegung des Textes stellt daher für die Übertragung der Noten keine besondere Schwierigkeit dar. Die Tonhöhe wurde durch Schlüssel (c und F) genau fixiert. In der Marienklage steht am Schluß der Zeile meist noch ein Kustos, der auf den Anfangston der nächsten Zeile verweist. Außer dieser kleinen Veränderung ist der Schriftduktus bei Schlüsseln wie Noten sowie in der Raumverteilung überall gleich, so daß man auf den gleichen Notenschreiber schließen kann. Die Form der Noten ist die aus der Metzer Neumenschrift entwickelte gotische Häkchenschritt. Die kaudierte Virga spielt außer in den Ligaturen bei

Journal

Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB)de Gruyter

Published: Jan 1, 1976

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