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DIE VERNÜNFTIGEN TADLERINNEN

DIE VERNÜNFTIGEN TADLERINNEN MECHTHILD HABERMANN DIE VERNÜNFTIGEN TADLERINNEN Eine Moralische Wochenschrift als Stillehre für Frauen1 0. 1. 2. 2.1. 2.2. 2.3. 3. 4. 5. Einleitung Die weibliche Perspektive Sprach- und Stilkonzeption in den ,,Tadlerinnen" Normative Sprach- und Stilkritik Stilkritik an Briefen Die weibliche Schreibart Die natürliche und sinnreiche Schreibart Die schöne Schreibart: ,,Der Patriot" und ,,Der Biedermann" Resümee 0. Einleitung Im moralisch-rationalistischen Klima des frühen 18. Jhs waren die Moralischen Wochenschriften wie kein anderes Publikationsorgan geeignet, fernab traditioneller Bildungseinrichtungen einer größeren Leserschaft die auf Vernunft und Tugend basierenden Programme der Frühaufklärung zu vermitteln.2 Hier bot sich die Möglichkeit, bei einem überwiegend nicht gelehrten Publikum, erzieherisch tätig zu werden, wobei vor allem der Schulung von Sprache und Stil als Ausdrucksformen der Gedanken herausragende Bedeutung zukam. Eine Wochenschrift war darüber hinaus das beinahe einzige Forum, die Frau des Bürgertums zu erreichen. Daher ist es nicht verwunderlich, daß bereits kurze Zeit nach den ersten deutschen Wochenschriften in der Tradition des englischen ,,Tatlers", ,,Spectators" oder ,,Guardians" die ,,Vernünftigen Tadlerinnen" (1725/26; = VT) erschienen, die bevorzugt für eine weibliche Leserschaft konzipiert wurden. Als erste deutsche , Frauen-Zeitschrift4 waren die ,,Vernünftigen Tadlerinnen" trotz kurzer, aber generell üblicher Erscheinungsdauer überaus erfolgreich und wurden, was die Auflagenhöhe von mitunter http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für germanistische Linguistik de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 1994 by the
ISSN
0301-3294
eISSN
1613-0626
DOI
10.1515/zfgl.1994.22.3.259
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Abstract

MECHTHILD HABERMANN DIE VERNÜNFTIGEN TADLERINNEN Eine Moralische Wochenschrift als Stillehre für Frauen1 0. 1. 2. 2.1. 2.2. 2.3. 3. 4. 5. Einleitung Die weibliche Perspektive Sprach- und Stilkonzeption in den ,,Tadlerinnen" Normative Sprach- und Stilkritik Stilkritik an Briefen Die weibliche Schreibart Die natürliche und sinnreiche Schreibart Die schöne Schreibart: ,,Der Patriot" und ,,Der Biedermann" Resümee 0. Einleitung Im moralisch-rationalistischen Klima des frühen 18. Jhs waren die Moralischen Wochenschriften wie kein anderes Publikationsorgan geeignet, fernab traditioneller Bildungseinrichtungen einer größeren Leserschaft die auf Vernunft und Tugend basierenden Programme der Frühaufklärung zu vermitteln.2 Hier bot sich die Möglichkeit, bei einem überwiegend nicht gelehrten Publikum, erzieherisch tätig zu werden, wobei vor allem der Schulung von Sprache und Stil als Ausdrucksformen der Gedanken herausragende Bedeutung zukam. Eine Wochenschrift war darüber hinaus das beinahe einzige Forum, die Frau des Bürgertums zu erreichen. Daher ist es nicht verwunderlich, daß bereits kurze Zeit nach den ersten deutschen Wochenschriften in der Tradition des englischen ,,Tatlers", ,,Spectators" oder ,,Guardians" die ,,Vernünftigen Tadlerinnen" (1725/26; = VT) erschienen, die bevorzugt für eine weibliche Leserschaft konzipiert wurden. Als erste deutsche , Frauen-Zeitschrift4 waren die ,,Vernünftigen Tadlerinnen" trotz kurzer, aber generell üblicher Erscheinungsdauer überaus erfolgreich und wurden, was die Auflagenhöhe von mitunter

Journal

Zeitschrift für germanistische Linguistikde Gruyter

Published: Jan 1, 1994

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