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Die Urkundenfälschung zu Passau im zehnten Jahrhundert

Die Urkundenfälschung zu Passau im zehnten Jahrhundert Die Urkundenfälschung zu Passau im zehnten Jahrhundert. Von Karl Ulilirz. Als im Jahre 706 die Macht der Avaren gebrochen und in den folgenden Jahren die südöstliche Grenze des Reiches gesichert war, schritt Karl der Grosse an die Ordnung der kirchlichen Verhältnisse dieser Gegenden. Arno von Salzburg erhielt die erzbischöfliche Würde, als Suffragane wurden ihm die Bischöfe von Passau, Regeusburg, Freising und Säben-Brixen unterstellt. Damit war die Organisation der bairischen Kirche, wie sie Bonifaz eingeleitet hatte, zum voll ständigen Abschlüsse gebracht. W ir wissen nichts davon, dass die Errichtung des Salzburger Erzbistliums auf irgend welchen Wider spruch bei den Suffraganen gestossen sei, vielmehr deuten alle An zeichen auf ein ungetrübtes Verhältniss Arnos zu ihnen hin. Auf's lebhafteste unterstützten diese ihn und seine Nachfolger bei der ErItlllung der ihnen gestellten Aufgabon: Colonisation der neu erwor benen Gebiote und Verbreitung des Christenthums in denselben. Da nimmt es uns um so mehr Wunder, wenn wir durch spätere Uoberlieferung Kenntniss von angeblich sehr weit zurückreicheuden An sprüchen Passaus auf jene Würde hören, Ansprüchen, die sich darauf stützen, dass einst zu Lorch bei Enns ein Erzbisthum bestanden habo, das dann jener Vivilo, welchen Bonifaz bereits als Bischof zu Passau vorfand und bestätigte, hieher übertragen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung de Gruyter

Die Urkundenfälschung zu Passau im zehnten Jahrhundert

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 1882 by the
ISSN
0073-8484
eISSN
2307-2903
DOI
10.7767/miog-1882-0106
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Abstract

Die Urkundenfälschung zu Passau im zehnten Jahrhundert. Von Karl Ulilirz. Als im Jahre 706 die Macht der Avaren gebrochen und in den folgenden Jahren die südöstliche Grenze des Reiches gesichert war, schritt Karl der Grosse an die Ordnung der kirchlichen Verhältnisse dieser Gegenden. Arno von Salzburg erhielt die erzbischöfliche Würde, als Suffragane wurden ihm die Bischöfe von Passau, Regeusburg, Freising und Säben-Brixen unterstellt. Damit war die Organisation der bairischen Kirche, wie sie Bonifaz eingeleitet hatte, zum voll ständigen Abschlüsse gebracht. W ir wissen nichts davon, dass die Errichtung des Salzburger Erzbistliums auf irgend welchen Wider spruch bei den Suffraganen gestossen sei, vielmehr deuten alle An zeichen auf ein ungetrübtes Verhältniss Arnos zu ihnen hin. Auf's lebhafteste unterstützten diese ihn und seine Nachfolger bei der ErItlllung der ihnen gestellten Aufgabon: Colonisation der neu erwor benen Gebiote und Verbreitung des Christenthums in denselben. Da nimmt es uns um so mehr Wunder, wenn wir durch spätere Uoberlieferung Kenntniss von angeblich sehr weit zurückreicheuden An sprüchen Passaus auf jene Würde hören, Ansprüchen, die sich darauf stützen, dass einst zu Lorch bei Enns ein Erzbisthum bestanden habo, das dann jener Vivilo, welchen Bonifaz bereits als Bischof zu Passau vorfand und bestätigte, hieher übertragen

Journal

Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschungde Gruyter

Published: Dec 1, 1882

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