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Die sephardische Sprache aus balkanologischer Sicht

Die sephardische Sprache aus balkanologischer Sicht Wie bekannt, beschäftigt man sich seit mehr als 200 Jahren mit der Erforschung der Balkansprachen in ihrer Gesamtheit (Balkanologie) und in diesem Rahmen seit mehr als 100 Jahren mit dem Judenspanischen (Sephardistik). Als Ausgangspunkt für die Balkanologie gelten die Untersuchungen über die Geschichte der östlichen europäischen Völker, die J. Thunmann 1774 in Leipzig veröffentlichte (erschienen ist nur der Teil Über die Geschichte und Sprache der Albaner und der Wlachen). Für den Beginn der Sephardistik läßt sich kaum ein genauer Zeitpunkt feststellen. Sieht man von den Bemerkungen der Reisenden Gonzalo de lUescas (1542), Rerre Belon (1588) und Bernardo Aldrete (1614) ab, so existiert die Sephardistik seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts als ein - wenn auch von der Volkskunde noch nicht klar abgegrenzter - Zweig der Sprachwissenschaft. Über den Umfang der sephardistischen Forschungen informieren die gut bekannten, aber schon ein wenig veralteten Bibliographien von S. Marcus und M. Studemund1. Obwohl beide Disziplinen schon seit geraumer Zeit existieren, bestand bis vor kurzem zwischen diesen eng benachbarten Gebieten der Sprachwissenschaft praktisch kein Kontakt. Dies bedeutet vor allem, daß bei der Erforschung der Balkansprachen in ihren wechselseitigen Beziehungen die Befunde der sephardischen Sprache nicht herangezogen wurden. In der Sephardistik stellt man http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für romanische Philologie (ZrP) de Gruyter

Die sephardische Sprache aus balkanologischer Sicht

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0049-8661
eISSN
1865-9063
DOI
10.1515/zrph.1996.112.3.438
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Abstract

Wie bekannt, beschäftigt man sich seit mehr als 200 Jahren mit der Erforschung der Balkansprachen in ihrer Gesamtheit (Balkanologie) und in diesem Rahmen seit mehr als 100 Jahren mit dem Judenspanischen (Sephardistik). Als Ausgangspunkt für die Balkanologie gelten die Untersuchungen über die Geschichte der östlichen europäischen Völker, die J. Thunmann 1774 in Leipzig veröffentlichte (erschienen ist nur der Teil Über die Geschichte und Sprache der Albaner und der Wlachen). Für den Beginn der Sephardistik läßt sich kaum ein genauer Zeitpunkt feststellen. Sieht man von den Bemerkungen der Reisenden Gonzalo de lUescas (1542), Rerre Belon (1588) und Bernardo Aldrete (1614) ab, so existiert die Sephardistik seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts als ein - wenn auch von der Volkskunde noch nicht klar abgegrenzter - Zweig der Sprachwissenschaft. Über den Umfang der sephardistischen Forschungen informieren die gut bekannten, aber schon ein wenig veralteten Bibliographien von S. Marcus und M. Studemund1. Obwohl beide Disziplinen schon seit geraumer Zeit existieren, bestand bis vor kurzem zwischen diesen eng benachbarten Gebieten der Sprachwissenschaft praktisch kein Kontakt. Dies bedeutet vor allem, daß bei der Erforschung der Balkansprachen in ihren wechselseitigen Beziehungen die Befunde der sephardischen Sprache nicht herangezogen wurden. In der Sephardistik stellt man

Journal

Zeitschrift für romanische Philologie (ZrP)de Gruyter

Published: Jan 1, 1996

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