Die Religionsphilosophie in Griechenland (1916-1986)

Die Religionsphilosophie in Griechenland (1916-1986) Prof. Dr. Marios Begzos, Theol. Fak. der Univ. Athen (Religionsphilosophie), GR-15782 Zografos/Athen Religionsphilosophische Ansätze kommen im gesamten Verlauf der neugriechischen Philosophie vor, aber erst im zwanzigsten Jahrhundert, genauer gesagt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, wird die Religionsphilosophie1 in Griechenland systematisch betrieben, entwickelt sie sich vergleichsweise schnell, wird relativ unabhängig von der übrigen Philosophie und bildet merkliche Unterscheidungen zu deren übrigen Zweigen (Ethik, Rechtsphilosophie, Metaphysik usw.) aus. Die Religionsphilosophie in Griechenland ist ein Phänomen unseres Jahrhunderts. Üblicherweise gelten die Jahre 1916 und 1986 als Eckdaten. Als ihre »Geburtsurkunde« kann man die Veröffentlichung der Studie »Die Religionsphilosophie in der Gegenwart« (griech.) von N. Louvaris im Jahre 1916 betrachten. Das Todesdatum von N. Nissiotis (1986) darf dagegen als ein vorläufiger Schlußpunkt der neugriechischen Religionsphilosophie gelten. Innerhalb dieser siebzig Jahre lösen sich drei Generationen von Religionsphilosophen ab: die »Vorkriegsgeneration«, deren Publikationen zwischen den beiden Weltkriegen erscheinen, die »Nachkriegsgeneration«, die in den Vierziger und Fünfziger Jahren auf den Plan tritt, und schließlich die dritte Generation, die sich in den Sechziger und Siebziger Jahren herausbildet und in Ermangelung einer geeigneteren Bezeichnung für ihre Identität »Jüngere Generation« heißt. Zur Standortbestimmung in der Religionsphilosophie s. außer den Lexikon-Artikeln (wie z. B. in EKL 2/1962, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0028-3517
eISSN
1612-9520
DOI
10.1515/nzst.1993.35.2.215
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Abstract

Prof. Dr. Marios Begzos, Theol. Fak. der Univ. Athen (Religionsphilosophie), GR-15782 Zografos/Athen Religionsphilosophische Ansätze kommen im gesamten Verlauf der neugriechischen Philosophie vor, aber erst im zwanzigsten Jahrhundert, genauer gesagt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, wird die Religionsphilosophie1 in Griechenland systematisch betrieben, entwickelt sie sich vergleichsweise schnell, wird relativ unabhängig von der übrigen Philosophie und bildet merkliche Unterscheidungen zu deren übrigen Zweigen (Ethik, Rechtsphilosophie, Metaphysik usw.) aus. Die Religionsphilosophie in Griechenland ist ein Phänomen unseres Jahrhunderts. Üblicherweise gelten die Jahre 1916 und 1986 als Eckdaten. Als ihre »Geburtsurkunde« kann man die Veröffentlichung der Studie »Die Religionsphilosophie in der Gegenwart« (griech.) von N. Louvaris im Jahre 1916 betrachten. Das Todesdatum von N. Nissiotis (1986) darf dagegen als ein vorläufiger Schlußpunkt der neugriechischen Religionsphilosophie gelten. Innerhalb dieser siebzig Jahre lösen sich drei Generationen von Religionsphilosophen ab: die »Vorkriegsgeneration«, deren Publikationen zwischen den beiden Weltkriegen erscheinen, die »Nachkriegsgeneration«, die in den Vierziger und Fünfziger Jahren auf den Plan tritt, und schließlich die dritte Generation, die sich in den Sechziger und Siebziger Jahren herausbildet und in Ermangelung einer geeigneteren Bezeichnung für ihre Identität »Jüngere Generation« heißt. Zur Standortbestimmung in der Religionsphilosophie s. außer den Lexikon-Artikeln (wie z. B. in EKL 2/1962,

Journal

Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophiede Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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