Die frühesten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas

Die frühesten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas Die frühesten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas5' von Ivan V a j s o v , Sofia Vorgelegt werden die frühesten Metalldolche, in einigen Fällen von Messern kaum zu unterscheiden, im Raum zwischen Süd-Bulgarien (Rodopen), der West-Ukraine und Oberösterreich (Mondsee). Zeitlich gehören die behandelten Stücke in den sogenannten Übergangshorizont zwischen dem Äneolithikum und der frühen Bronzezeit nach der in Bulgarien gebräuchlichen Terminologie. Die ältesten Exemplare fallen in einen frühen Abschnitt des 4. Jahrtausends v. Chr. und sind in die Bodrogkereszturkultur einzuordnen. Eine Gliederung des gesamten Bestandes nach formalen Kriterien ergab zwölf Dolchtypen (mit Varianten), die sich nur teilweise genetisch miteinander verbinden lassen. Die Verbreitungsgebiete der einzelnen Dolchtypen können abweichen von den Arealen der archäologischen, durch Keramikformen definierten Kulturen (Karten Abb. 1; 35). Eine Gliederung nach Ergebnissen der Spektralanalyse führt zu zwei auch geographischen Hauptgruppen: die der arsenhaltigen Dolche im westpontischen, diejenige der arsenlosen im westkarpatisch-mitteldanubischen Raum. Bemerkenswerterweise gibt es vom Typ Bodrogkeresztur in Transsylvanien sowohl arsenhaltige als auch arsenlose Exemplare (Ariu^d, Mere§ti und Mastacän). Darauf gründet sich die Vermutung, daß eine Verbreitung der Dolche zunächst von Westen nach Osten, später aber in umgekehrter Richtung erfolgt ist. Der behandelte früheste Dolchhorizont dürfte mit den tiefgreifenden Veränderungen, welche zur Entstehung der http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Praehistorische Zeitschrift de Gruyter

Die frühesten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas

Praehistorische Zeitschrift, Volume 68 (1) – Jan 1, 1993

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0079-4848
eISSN
1613-0804
DOI
10.1515/prhz.1993.68.1.103
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Abstract

Die frühesten Metalldolche Südost- und Mitteleuropas5' von Ivan V a j s o v , Sofia Vorgelegt werden die frühesten Metalldolche, in einigen Fällen von Messern kaum zu unterscheiden, im Raum zwischen Süd-Bulgarien (Rodopen), der West-Ukraine und Oberösterreich (Mondsee). Zeitlich gehören die behandelten Stücke in den sogenannten Übergangshorizont zwischen dem Äneolithikum und der frühen Bronzezeit nach der in Bulgarien gebräuchlichen Terminologie. Die ältesten Exemplare fallen in einen frühen Abschnitt des 4. Jahrtausends v. Chr. und sind in die Bodrogkereszturkultur einzuordnen. Eine Gliederung des gesamten Bestandes nach formalen Kriterien ergab zwölf Dolchtypen (mit Varianten), die sich nur teilweise genetisch miteinander verbinden lassen. Die Verbreitungsgebiete der einzelnen Dolchtypen können abweichen von den Arealen der archäologischen, durch Keramikformen definierten Kulturen (Karten Abb. 1; 35). Eine Gliederung nach Ergebnissen der Spektralanalyse führt zu zwei auch geographischen Hauptgruppen: die der arsenhaltigen Dolche im westpontischen, diejenige der arsenlosen im westkarpatisch-mitteldanubischen Raum. Bemerkenswerterweise gibt es vom Typ Bodrogkeresztur in Transsylvanien sowohl arsenhaltige als auch arsenlose Exemplare (Ariu^d, Mere§ti und Mastacän). Darauf gründet sich die Vermutung, daß eine Verbreitung der Dolche zunächst von Westen nach Osten, später aber in umgekehrter Richtung erfolgt ist. Der behandelte früheste Dolchhorizont dürfte mit den tiefgreifenden Veränderungen, welche zur Entstehung der

Journal

Praehistorische Zeitschriftde Gruyter

Published: Jan 1, 1993

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