Die bewegenden Kräfte in Kants philosophischer Entwicklung und die beiden Pole seines Systems.

Die bewegenden Kräfte in Kants philosophischer Entwicklung und die beiden Pole seines Systems. Die bewegenden Kräftein Kants philosophischer Entwicklung unddie beiden Pole seines Systems.Dritter und letzter Artikel.Von E. Adickes in Kiel.4. Die transscendentale Dialektik.Eine Theorie der rationalen Erkenntnis von gegenständlicherGültigkeit war, wie wir sahen, das Hauptziel der erkenntnistheoretischen Bestrebungen Kants. Dazu gehörte vor allem auch, dass erdie Bedingungen der Möglichkeit rationaler Erkenntnis völlig erschöpfend darlegte. „Feststellung ihres Umfangs" ist deshalb eineAufgabe, die er in allgemeinen Aeusserungen über den Zweck seinesWerkes häufig mit aufzählt (vgl. oben S. 33—34). Dazu gentigte es abernicht, dass er in der Aesthetik und Analytik die apriorischen Erkenntnisse, welche nach ihm allen Anforderungen gentigten, in systematischer Uebersicht darstellte, ableitete und die Berechtiguag ihresAnspruchs auf objektive Allgemeingültigkeit nachwies. Er musste vielmehr noch weiter gehen und mit zweifelloser Gewissheit darthun, dassdie bezüglichen Ansprüche der herkömmlichen transscendenten Metaphysik durchaus unbegründet seien, und die letztere selbst daherals Afterwissenschaft angesehen werden müsse. Nur wenn auf dieseWeise die vielsagenden Versprechungen der Dogmatiker einer strengenKritik unterworfen und in ihrer Nichtigkeit biossgestellt wurden,konnte Kant sich mit Recht rühmen, dass er seiner Theorie derrationalen Erkenntnis einen festen Abschluss gegeben, die Grenzendes apriorischen theoretischen Wissens endgültig bestimmt und esvor der Vermischung mit vagen, den Anschein strengen Wissensmit Unrecht zur Schau tragenden Behauptungen gesichert habe.Die letzte Phase der N e http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Kant-Studien de Gruyter

Die bewegenden Kräfte in Kants philosophischer Entwicklung und die beiden Pole seines Systems.

Kant-Studien, Volume 1 (1-3): 64 – Jan 1, 1897

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Walter de Gruyter
ISSN
1613-1134
eISSN
1613-1134
DOI
10.1515/kant.1897.1.1-3.352
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Abstract

Die bewegenden Kräftein Kants philosophischer Entwicklung unddie beiden Pole seines Systems.Dritter und letzter Artikel.Von E. Adickes in Kiel.4. Die transscendentale Dialektik.Eine Theorie der rationalen Erkenntnis von gegenständlicherGültigkeit war, wie wir sahen, das Hauptziel der erkenntnistheoretischen Bestrebungen Kants. Dazu gehörte vor allem auch, dass erdie Bedingungen der Möglichkeit rationaler Erkenntnis völlig erschöpfend darlegte. „Feststellung ihres Umfangs" ist deshalb eineAufgabe, die er in allgemeinen Aeusserungen über den Zweck seinesWerkes häufig mit aufzählt (vgl. oben S. 33—34). Dazu gentigte es abernicht, dass er in der Aesthetik und Analytik die apriorischen Erkenntnisse, welche nach ihm allen Anforderungen gentigten, in systematischer Uebersicht darstellte, ableitete und die Berechtiguag ihresAnspruchs auf objektive Allgemeingültigkeit nachwies. Er musste vielmehr noch weiter gehen und mit zweifelloser Gewissheit darthun, dassdie bezüglichen Ansprüche der herkömmlichen transscendenten Metaphysik durchaus unbegründet seien, und die letztere selbst daherals Afterwissenschaft angesehen werden müsse. Nur wenn auf dieseWeise die vielsagenden Versprechungen der Dogmatiker einer strengenKritik unterworfen und in ihrer Nichtigkeit biossgestellt wurden,konnte Kant sich mit Recht rühmen, dass er seiner Theorie derrationalen Erkenntnis einen festen Abschluss gegeben, die Grenzendes apriorischen theoretischen Wissens endgültig bestimmt und esvor der Vermischung mit vagen, den Anschein strengen Wissensmit Unrecht zur Schau tragenden Behauptungen gesichert habe.Die letzte Phase der N e

Journal

Kant-Studiende Gruyter

Published: Jan 1, 1897

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