Das neue Erbrecht der DDR

Das neue Erbrecht der DDR Heft 2 Mcincke, Das neue Erbrecht der DDR (2. Teil) endet die Handlungspflicht17. In der Praxis wird es allerdings schwerig sein, zu beurteilen, ob ein solcher Fall vorliegt. Kubleudahl*9 will unterscheiden, ob ein passives ärztliches Verhalten eine echte Sterbehilfe im Sinne der Vermeidung sinnloser Verlängerung des Lebens oder aber eine Verminderung der Chancen der Lebensverlängcrung bedeutet. Weißauer und Opderbecke geben folgende Orientierungshilfe19: ,,Keine Verpflichtung des Arztes zur Einleitung von Wiederbelebungsrnaßnahmen besteht dann, wenn es zwar möglich erscheint, die vitalen Funktionen wiederherzustellen, wegen der Art und Schwere des Grundleidens... jedoch eine Besserung mit Sicherheit nicht erreicht werden kann und die Reanimation für den Patienten nicht mehr bedeuten würde als die Verlängerung eines qualvollen Sterbens und einer Erneuerung des Todeskampfes." Trotz dieser theoretischen Hilfen wird die Entscheidung :in der Praxis nicht leicht zu treffen sein. Da das geltende Recht keinen Tatbestand der eigenmächtigen Heilbehandlung kennt, beruht die Pflicht, wie auch das Recht des Arztes auf körperliche Eingriffe auf der ausdrücklich erklärten oder mutmaßlichen Einwilligung des Patienten20. Im Referentenentwurf des 5. Strafrechtsreformgesetzes war als S 233 c StGB eine eigenmächtige Heilbehandlung für Notfälle vorgesehen, wenn die Einwilligung nur bei einem Aufschub der Behandlung eingeholt werden könnte, der den Betroffenen in die http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Juristische Rundschau de Gruyter

Das neue Erbrecht der DDR

Juristische Rundschau, Volume 1976 (2) – Jan 1, 1976

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0022-6920
eISSN
1612-7064
DOI
10.1515/juru.1976.1976.2.47
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Abstract

Heft 2 Mcincke, Das neue Erbrecht der DDR (2. Teil) endet die Handlungspflicht17. In der Praxis wird es allerdings schwerig sein, zu beurteilen, ob ein solcher Fall vorliegt. Kubleudahl*9 will unterscheiden, ob ein passives ärztliches Verhalten eine echte Sterbehilfe im Sinne der Vermeidung sinnloser Verlängerung des Lebens oder aber eine Verminderung der Chancen der Lebensverlängcrung bedeutet. Weißauer und Opderbecke geben folgende Orientierungshilfe19: ,,Keine Verpflichtung des Arztes zur Einleitung von Wiederbelebungsrnaßnahmen besteht dann, wenn es zwar möglich erscheint, die vitalen Funktionen wiederherzustellen, wegen der Art und Schwere des Grundleidens... jedoch eine Besserung mit Sicherheit nicht erreicht werden kann und die Reanimation für den Patienten nicht mehr bedeuten würde als die Verlängerung eines qualvollen Sterbens und einer Erneuerung des Todeskampfes." Trotz dieser theoretischen Hilfen wird die Entscheidung :in der Praxis nicht leicht zu treffen sein. Da das geltende Recht keinen Tatbestand der eigenmächtigen Heilbehandlung kennt, beruht die Pflicht, wie auch das Recht des Arztes auf körperliche Eingriffe auf der ausdrücklich erklärten oder mutmaßlichen Einwilligung des Patienten20. Im Referentenentwurf des 5. Strafrechtsreformgesetzes war als S 233 c StGB eine eigenmächtige Heilbehandlung für Notfälle vorgesehen, wenn die Einwilligung nur bei einem Aufschub der Behandlung eingeholt werden könnte, der den Betroffenen in die

Journal

Juristische Rundschaude Gruyter

Published: Jan 1, 1976

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