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Dürers frühe Holzschnitte ohne Monogramm

Dürers frühe Holzschnitte ohne Monogramm Von M T li a u s i n . g. Mit Vorliebe steigt alle Forschung zu deii Anfängen geschicht licher Erscheinungen hinauf. Daher beschäftigen wir uns mit nichts lieber als mit den meist so dunkeln Fragen nach den ersten Ent wickelungsstufen eines grossen Künstlers. Das Studium, welches in dieser Beziehung neuester Zeit nebst Raphael insbesondere Dürer zu gewendet wurde, ist denn auch nicht ohne Erfolg geblieben. Mit Freuden blicke ich namentlich auf die liieher gehörigen Arbeiten meiner jüngeren Freunde und Fachgenossen, die zum Theil in diesen ,,Mittheilungen" veröffentlicht wurden. Daran anknüpfend möchte ich einige bisher räthselhafte Funde und Thatsachen in dem Holzschuittwerke Dürers beleuchten. Vielleicht, dass dieselben ihre Er klärung in derselben Richtung finden, in welcher die Antwort auf de Frage nach dem Ursprünge der frühen Kupferstiche des Meisters gesucht und vielleicht schon gefunden wurde. Als feststehend dürfen wohl folgende anfangs so überraschende Ergebnisse der bisherigen Forschung angenommen werden: 1. Dürer hat sein berühmtes Monogramm, das römische D in einem gothisierenden A erst im Jahre 1497 angenommen, als er die Publication seiner Apokalypse vorbereitete. 2. Seine bedeutendsten frühen Kupferstiche sind Copien nach Originalen, welche unten in der Mitte das Monogramm W tragen. 3. Hinter dem Monogramme W http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 1882 by the
ISSN
0073-8484
eISSN
2307-2903
DOI
10.7767/miog-1882-0105
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Abstract

Von M T li a u s i n . g. Mit Vorliebe steigt alle Forschung zu deii Anfängen geschicht licher Erscheinungen hinauf. Daher beschäftigen wir uns mit nichts lieber als mit den meist so dunkeln Fragen nach den ersten Ent wickelungsstufen eines grossen Künstlers. Das Studium, welches in dieser Beziehung neuester Zeit nebst Raphael insbesondere Dürer zu gewendet wurde, ist denn auch nicht ohne Erfolg geblieben. Mit Freuden blicke ich namentlich auf die liieher gehörigen Arbeiten meiner jüngeren Freunde und Fachgenossen, die zum Theil in diesen ,,Mittheilungen" veröffentlicht wurden. Daran anknüpfend möchte ich einige bisher räthselhafte Funde und Thatsachen in dem Holzschuittwerke Dürers beleuchten. Vielleicht, dass dieselben ihre Er klärung in derselben Richtung finden, in welcher die Antwort auf de Frage nach dem Ursprünge der frühen Kupferstiche des Meisters gesucht und vielleicht schon gefunden wurde. Als feststehend dürfen wohl folgende anfangs so überraschende Ergebnisse der bisherigen Forschung angenommen werden: 1. Dürer hat sein berühmtes Monogramm, das römische D in einem gothisierenden A erst im Jahre 1497 angenommen, als er die Publication seiner Apokalypse vorbereitete. 2. Seine bedeutendsten frühen Kupferstiche sind Copien nach Originalen, welche unten in der Mitte das Monogramm W tragen. 3. Hinter dem Monogramme W

Journal

Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschungde Gruyter

Published: Dec 1, 1882

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