BLUTVERTRÄGLICHE POLYMERE DURCH OBERFLÄCHENBESCHICHTUNGEN

BLUTVERTRÄGLICHE POLYMERE DURCH OBERFLÄCHENBESCHICHTUNGEN BLUTVERTRÄGLICHE POLYMERE DURCH OBERFLÄCHENBESCHICHTUNGEN H. Brauner, G. Harbauer M. Schaldach Abteilung für Klinisch-experimentelle Chirurgie der Universität des Saarlandes Zentralinstitut für Biomedizinische Technik der Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen/BRD Für eine Vielzahl technischer Therapeutica im vaskulären System (Herzklappen, Gefäßersatz, kunstliche Niere usw.) werden Kunststoffe benötigt, die neben ihren funktionsbedingten Eigenschaften blutverträglich sein müssen, wobei als Hauptkomplikation die Thrombenbildung an der organismusfremden Oberfläche eintritt. Dabei stellte die bisherige Entwicklung b l ut vertrag l i eher Materialien die Thromboresistenz allen anderen Werkstoffeigenschaften voran. Dies führte zu Produkten, die zwar das Gerinnungssystem wenig beeinflussen, sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit gar nicht (Hydrogele) oder nur für bestimmte Anwendungen (pyrolytischer Kohlenstoff) zu den entsprechenden Organoder Funktionssubstituten verarbeiten lassen. Hier wird über ein Verfahren berichtet, das die thromboresistente Ausrüstung von Kunststoffen durch oberflächenbezogene polymeranaloge Bindung von Redoxkatalysatoren gestattet, ohne dabei die vorgegebenen Kunststoffeigenschaften zu beeinflussen. Die Dispersion von Katalysatoren der kathodischen Sauerstoffreduktion in löslichen Kunststoffen führt zu einer Verlängerung in vitro gemessenen Spontangerinnungszeit an diesen Materialien. Die elektrokatalytische Aktivität der untersuchten Metallchelate steht in engem Zusammenhang mit der bewirkten Gerinnungszeitverlängerung. Dieses Verhalten findet eine Parallele in den bekannten blutverträglichen Eigenschaften des pyrolytischen Kohlenstoffs. Dieses Material, das als Käfig- und Ventilkörper in künstlichen Herzklappen Anwendung findet, ist http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Biomedizinische Technik / Biomedical Engineering de Gruyter

BLUTVERTRÄGLICHE POLYMERE DURCH OBERFLÄCHENBESCHICHTUNGEN

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0013-5585
eISSN
1862-278X
DOI
10.1515/bmte.1976.21.s1.353
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Abstract

BLUTVERTRÄGLICHE POLYMERE DURCH OBERFLÄCHENBESCHICHTUNGEN H. Brauner, G. Harbauer M. Schaldach Abteilung für Klinisch-experimentelle Chirurgie der Universität des Saarlandes Zentralinstitut für Biomedizinische Technik der Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen/BRD Für eine Vielzahl technischer Therapeutica im vaskulären System (Herzklappen, Gefäßersatz, kunstliche Niere usw.) werden Kunststoffe benötigt, die neben ihren funktionsbedingten Eigenschaften blutverträglich sein müssen, wobei als Hauptkomplikation die Thrombenbildung an der organismusfremden Oberfläche eintritt. Dabei stellte die bisherige Entwicklung b l ut vertrag l i eher Materialien die Thromboresistenz allen anderen Werkstoffeigenschaften voran. Dies führte zu Produkten, die zwar das Gerinnungssystem wenig beeinflussen, sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit gar nicht (Hydrogele) oder nur für bestimmte Anwendungen (pyrolytischer Kohlenstoff) zu den entsprechenden Organoder Funktionssubstituten verarbeiten lassen. Hier wird über ein Verfahren berichtet, das die thromboresistente Ausrüstung von Kunststoffen durch oberflächenbezogene polymeranaloge Bindung von Redoxkatalysatoren gestattet, ohne dabei die vorgegebenen Kunststoffeigenschaften zu beeinflussen. Die Dispersion von Katalysatoren der kathodischen Sauerstoffreduktion in löslichen Kunststoffen führt zu einer Verlängerung in vitro gemessenen Spontangerinnungszeit an diesen Materialien. Die elektrokatalytische Aktivität der untersuchten Metallchelate steht in engem Zusammenhang mit der bewirkten Gerinnungszeitverlängerung. Dieses Verhalten findet eine Parallele in den bekannten blutverträglichen Eigenschaften des pyrolytischen Kohlenstoffs. Dieses Material, das als Käfig- und Ventilkörper in künstlichen Herzklappen Anwendung findet, ist

Journal

Biomedizinische Technik / Biomedical Engineeringde Gruyter

Published: Jan 1, 1976

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