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Bernd Fischer, Das Eigene und das Eigentliche: Klopstock, Herder, Fichte, Kleist. Episoden aus der Konstruktionsgeschichte nationaler Intentionalitäten.

Bernd Fischer, Das Eigene und das Eigentliche: Klopstock, Herder, Fichte, Kleist. Episoden aus der Konstruktionsgeschichte nationaler Intentionalitäten. B. Leistner: B. Fischer, Das Eigene und das Eigentliche weise kann hier nur exemplarisch an einzelnen symptomatischen Befunden angedeutet -werden: Hermeneutisch bedenklich ist schon eine Überschrift wie die folgende: ,,Nachweis der Gültigkeit einer Interpretation" (S. 22), als seien die Kategorien »gültig Y,ungültig' geeignet zur Bewertung von Interpretationen literarischer Texte und als ziehe die »Gültigkeit* einer Interpretation die »Ungültigkeit* aller übrigen nach sich. Ebenso von der Poetizität des Chorliedes sieht das vermeintliche Argument gegen die Referenzsysteme Rhetorik und Sprachreflexion ab: ,,Die Termini »Sprache* und »Redekunst' respektive »Rhetorik* werden [...] kein einziges Mal im Text gebraucht" (S. 23) -- notabene in einer pindarischen Ode hohen Stils! Im Sinne einer solcherart Literatur pragmatisch instrumentalisierenden Lesart ist es daher auch konsequent, daß der Reyen (unter dem etwas irreführenden Terminus ,,Intertextualität") zwar in einem ,,Text-Prätext-Vergleich" (S. 30) und in einem ,,Text-Text-Vergleich" (S. 40) mit einer Fülle von //«g#<z-Texten kontextualisiert wird, nicht aber mit dem nächstliegenden Kon-Text: Gryphius' Trauerspiel. Und so wundert es auch kaum noch, daß es anscheinend gar nicht die ,,Höfflinge"2 sind, die den Reyen im fiktiven Zusammenhang des Trauerspiels sprechen, sondern Gryphius selbst, der ,,im ersten »Reyen* seine Rezipienten ermahnt, ihre Zungen im Zaum zu halten" (S. 50): ,,Gryphius spricht als http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Arbitrium - Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft de Gruyter

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