Bemerkungen zu den Adressaten und zum Anlaß des Epheserbriefes

Bemerkungen zu den Adressaten und zum Anlaß des Epheserbriefes Bemerkungen zu den Adressaten und zum Anlaß des Epheserbriefes Von Andreas Lindemann (3411 Drüber, Nr. 99) Die herkömmlich unter der Bezeichnung »Epheserbrief« im Neuen Testament überlieferte Schrift ist nach überwiegender Überzeugung der Exegeten von einem Schüler des Paulus verfaßt worden. Da im Eph eine konkrete Auseinandersetzung mit einer religiösen oder weltanschaulichen Gruppe nicht zu erkennen ist, und da Adressaten niemals direkt und individuell angesprochen werden1, wird in der Regel vermutet, daß es sich beim Eph gar nicht um einen wirklichen Brief, sondern eher um einen theologischen Traktat handelt. Damit aber stellt sich dann die Frage, ob sich Eph überhaupt an eine bestimmte Gemeinde wendet -- trotz der Adresse in 11, die es nach Ephesus gerichtet sein läßt. Der Textbefund von Eph 11 bietet einige Schwierigkeiten. Zwar lesen die meisten Handschriften im Präskript die Adressenangabe »Ephesus«. Aber die im allgemeinen als besonders »zuverlässig« geltenden Majuskel-Handschriften p46, K* und B* sowie die wichtigen Minuskeln 1739 und 424* lesen die Worte nicht; sie haben statt dessen auch keine andere Ortsangabe im Präskript. Sollte das ursprünglich sein, so hätte der Vf des Eph seine Schrift von vornherein gar nicht für bestimmte Empfänger gedacht gehabt. Man muß dabei allerdings berücksichtigen, daß die von http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der Älteren Kirche de Gruyter

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de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
0044-2615
eISSN
1613-009X
DOI
10.1515/zntw.1976.67.3-4.235
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Abstract

Bemerkungen zu den Adressaten und zum Anlaß des Epheserbriefes Von Andreas Lindemann (3411 Drüber, Nr. 99) Die herkömmlich unter der Bezeichnung »Epheserbrief« im Neuen Testament überlieferte Schrift ist nach überwiegender Überzeugung der Exegeten von einem Schüler des Paulus verfaßt worden. Da im Eph eine konkrete Auseinandersetzung mit einer religiösen oder weltanschaulichen Gruppe nicht zu erkennen ist, und da Adressaten niemals direkt und individuell angesprochen werden1, wird in der Regel vermutet, daß es sich beim Eph gar nicht um einen wirklichen Brief, sondern eher um einen theologischen Traktat handelt. Damit aber stellt sich dann die Frage, ob sich Eph überhaupt an eine bestimmte Gemeinde wendet -- trotz der Adresse in 11, die es nach Ephesus gerichtet sein läßt. Der Textbefund von Eph 11 bietet einige Schwierigkeiten. Zwar lesen die meisten Handschriften im Präskript die Adressenangabe »Ephesus«. Aber die im allgemeinen als besonders »zuverlässig« geltenden Majuskel-Handschriften p46, K* und B* sowie die wichtigen Minuskeln 1739 und 424* lesen die Worte nicht; sie haben statt dessen auch keine andere Ortsangabe im Präskript. Sollte das ursprünglich sein, so hätte der Vf des Eph seine Schrift von vornherein gar nicht für bestimmte Empfänger gedacht gehabt. Man muß dabei allerdings berücksichtigen, daß die von

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Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der Älteren Kirchede Gruyter

Published: Jan 1, 1976

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