Anna Mühlherr / Heike Sahm / Monika Schausten / Bruno Quast (Hgg.), Dingkulturen. Objekte in Literatur, Kunst und Gesellschaft der Vormoderne. Unter Mitarbeit von Ulrich Hoffmann. (Literatur | Theorie | Geschichte 9) De Gruyter, Berlin – Boston 2016. VII/462 S., € 99,95.

Anna Mühlherr / Heike Sahm / Monika Schausten / Bruno Quast (Hgg.), Dingkulturen. Objekte in... Es wird zunehmend anspruchsvoller, sich in den Bereichen der ‚Material Culture Studies‘ und der ‚Dingtheorie‘ zu orientieren und an der wissenschaftlichen Diskussion teilzunehmen. Ganz abgesehen von der stetig wachsenden Zahl der Aufsätze und Bücher bildet das disziplinübergreifende Arrangement eines Forschungsfeldes, das man in seiner Gesamtheit und unter Rekurs auf ein mittlerweile oft verwendetes Schlagwort als ‚Material Turn‘ bezeichnen kann, eine große Herausforderung, mitunter auch eine Überforderung. Der hier zu besprechende Sammelband markiert nicht nur im Untertitel, sondern auch durch die fachliche Zugehörigkeit der AutorInnen, dass es sich bei der Auseinandersetzung mit vormodernen Dingkulturen um ein disziplinübergreifendes Forschungsfeld handelt.Eine Vorstellung der AutorInnen (insbesondere mit Blick auf deren bisherige Forschung zu Dingen und materialer Kultur) fehlt. An Stelle der Angabe ihres Wirkungsortes wäre eine disziplinäre Zuordnung hilfreicher gewesen. Enthalten ist je ein archäologischer, historiographischer, ethnologischer und kunstgeschichtlicher Beitrag. Der Schwerpunkt liegt jedoch klar im Bereich der Mittelaltergermanistik, deren VertreterInnen 16 Aufsätze beisteuern. Ein ernsthaftes Bemühen um eine intensivere Verknüpfung der germanistischen und nicht-germanistischen Beiträge, aus der sich eine disziplinübergreifende Diskussion entspinnen könnte, ist nicht zu erkennen. Um über Disziplingrenzen hinweg gemeinsam zu diskutieren und zu schreiben, wären vermutlich andere Formate notwendig als das gängige Tagungsmodell, das auf Vorträgen von Einzelpersonen und http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Arbitrium de Gruyter

Anna Mühlherr / Heike Sahm / Monika Schausten / Bruno Quast (Hgg.), Dingkulturen. Objekte in Literatur, Kunst und Gesellschaft der Vormoderne. Unter Mitarbeit von Ulrich Hoffmann. (Literatur | Theorie | Geschichte 9) De Gruyter, Berlin – Boston 2016. VII/462 S., € 99,95.

Arbitrium, Volume 35 (3): 4 – Nov 29, 2017

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Publisher
de Gruyter
Copyright
© 2017 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
ISSN
1865-8849
eISSN
1865-8849
DOI
10.1515/arb-2017-0105
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Abstract

Es wird zunehmend anspruchsvoller, sich in den Bereichen der ‚Material Culture Studies‘ und der ‚Dingtheorie‘ zu orientieren und an der wissenschaftlichen Diskussion teilzunehmen. Ganz abgesehen von der stetig wachsenden Zahl der Aufsätze und Bücher bildet das disziplinübergreifende Arrangement eines Forschungsfeldes, das man in seiner Gesamtheit und unter Rekurs auf ein mittlerweile oft verwendetes Schlagwort als ‚Material Turn‘ bezeichnen kann, eine große Herausforderung, mitunter auch eine Überforderung. Der hier zu besprechende Sammelband markiert nicht nur im Untertitel, sondern auch durch die fachliche Zugehörigkeit der AutorInnen, dass es sich bei der Auseinandersetzung mit vormodernen Dingkulturen um ein disziplinübergreifendes Forschungsfeld handelt.Eine Vorstellung der AutorInnen (insbesondere mit Blick auf deren bisherige Forschung zu Dingen und materialer Kultur) fehlt. An Stelle der Angabe ihres Wirkungsortes wäre eine disziplinäre Zuordnung hilfreicher gewesen. Enthalten ist je ein archäologischer, historiographischer, ethnologischer und kunstgeschichtlicher Beitrag. Der Schwerpunkt liegt jedoch klar im Bereich der Mittelaltergermanistik, deren VertreterInnen 16 Aufsätze beisteuern. Ein ernsthaftes Bemühen um eine intensivere Verknüpfung der germanistischen und nicht-germanistischen Beiträge, aus der sich eine disziplinübergreifende Diskussion entspinnen könnte, ist nicht zu erkennen. Um über Disziplingrenzen hinweg gemeinsam zu diskutieren und zu schreiben, wären vermutlich andere Formate notwendig als das gängige Tagungsmodell, das auf Vorträgen von Einzelpersonen und

Journal

Arbitriumde Gruyter

Published: Nov 29, 2017

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