Zur Vertikalen Verteilung Von Nematoden in Einem Sandboden

Zur Vertikalen Verteilung Von Nematoden in Einem Sandboden ZUR VERTIKALEN VERTEILUNG VON NEMATODEN IN EINEM SANDBODEN VON ELFRIEDE RICHTER Institut für Phytopathologie der Justus Liebig-Universität, Gießen, Deutschland Untersuchungen auf einem schwachsauren Sandboden zeigten, daß Nematoden der Gattung Tri- chodorus im Vergleich zu Tylenchorhynchur und Pratylenchur sowie zur Nematodenfauna insgesamt als ausgesprochene Bewohner auch tieferer Bodenschichten angesehen werden können. Für die Männchen der beiden erfaßten Trichodorur-Arten wurde eine unterschiedliche Verteilung im Bodenprofil festgestellt. Die absolut höchsten Dichten wurden für T. viruliferus zwischen 10 und 40 cm ermittelt, für T. pachydermus dagegen zwischen 30 und 60 cm. Der prozentuale Anteil von T. pachydermn.r an der gesamten Anzahl von Männchen steigt mit zunehmender Bodentiefe sichtlich an. Nach dem Anteil der Männchen zu urteilen, ergeben sich also deutliche Unterschiede in der vertikalen Besiedlung des Bodens zwischen beiden Arten. Vertikalwanderungen konnten mit Hilfe der angewandten Methoden nicht nachgewiesen werden. Die vertikale Verteilung pflanzenparasitarer Nematoden wird im wesentlichen von der jeweiligen Dichte der Wurzeln ihrer Wirtspflanzen in den verschiedenen Bodentiefen bestimmt (Weischer, 1961b; Wallace, 1963; Zuckerman, Khera & Pierce, 1964). Auf dem Ackerland sind die grof3ten Populationsdichten in den obersten Bodenschichten anzutreffen, wahrend mit zunehmender Bodentiefe die Individuenzahlen rasch abnehmen. Nach Weischer ( 1961a) leben rund 90% der Pflanzenparasiten in Acker- und http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Nematologica Brill

Zur Vertikalen Verteilung Von Nematoden in Einem Sandboden

Nematologica, Volume 15 (1): 44 – Jan 1, 1969

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Publisher
Brill
Copyright
© 1969 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0028-2596
eISSN
1875-2926
D.O.I.
10.1163/187529269X00083
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Abstract

ZUR VERTIKALEN VERTEILUNG VON NEMATODEN IN EINEM SANDBODEN VON ELFRIEDE RICHTER Institut für Phytopathologie der Justus Liebig-Universität, Gießen, Deutschland Untersuchungen auf einem schwachsauren Sandboden zeigten, daß Nematoden der Gattung Tri- chodorus im Vergleich zu Tylenchorhynchur und Pratylenchur sowie zur Nematodenfauna insgesamt als ausgesprochene Bewohner auch tieferer Bodenschichten angesehen werden können. Für die Männchen der beiden erfaßten Trichodorur-Arten wurde eine unterschiedliche Verteilung im Bodenprofil festgestellt. Die absolut höchsten Dichten wurden für T. viruliferus zwischen 10 und 40 cm ermittelt, für T. pachydermus dagegen zwischen 30 und 60 cm. Der prozentuale Anteil von T. pachydermn.r an der gesamten Anzahl von Männchen steigt mit zunehmender Bodentiefe sichtlich an. Nach dem Anteil der Männchen zu urteilen, ergeben sich also deutliche Unterschiede in der vertikalen Besiedlung des Bodens zwischen beiden Arten. Vertikalwanderungen konnten mit Hilfe der angewandten Methoden nicht nachgewiesen werden. Die vertikale Verteilung pflanzenparasitarer Nematoden wird im wesentlichen von der jeweiligen Dichte der Wurzeln ihrer Wirtspflanzen in den verschiedenen Bodentiefen bestimmt (Weischer, 1961b; Wallace, 1963; Zuckerman, Khera & Pierce, 1964). Auf dem Ackerland sind die grof3ten Populationsdichten in den obersten Bodenschichten anzutreffen, wahrend mit zunehmender Bodentiefe die Individuenzahlen rasch abnehmen. Nach Weischer ( 1961a) leben rund 90% der Pflanzenparasiten in Acker- und

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NematologicaBrill

Published: Jan 1, 1969

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