Was Bleibt Uns Vom Arabischen Granada?

Was Bleibt Uns Vom Arabischen Granada? WAS BLEIBT UNS VOM ARABISCHEN GRANADA? VON WILHELM HOENERBACH Iliberri (das spatere Granada in seiner Qasaba Qadima) beherrschte zwischen Ilipula Laus (Loja) westwarts und Acci (Guadix) ostwdrts die Sohlen betischer Binnenbecken. Im hohen Mittelalter entwickelte sich hier 6arndta zur Residenz des Islam. Nach Granadas Einnahme (2.1.1492) erfolgte fast unmittelbar der Ubergang der madina, des Sultanates, zur Kapitale, zur kastilischen Verwaltung und k6niglichen Kanzlei: Zwei offentliche Pldtze und allein in der Oberstadt vierzehn Pfarreien kennzeichneten eine Renaissance-Metropole und erzblsch6f- liche Residenz "Granada". Einzug des Christentums bedeutete Ablosung alter Sakralbauten durch neue, Substitutionsvorgdnge verdnderten das orientalische Stadtbild. Eigentlich beklagenswert erscheinen aber erst spatere Eingriffe, regelrechte Wunden, wie sie die Zeit interessenlos- banaler Moderne schlug. Diese Wunden reiBen, von der Menge unbeachtet, im BewuBtsein einzelner stets erneut auf. M. Gomez Moreno, L. Torres Balbas und L. Seco de Lucena : wegweisende Verstorbene, die zeitlebens den Finger darauf legten, waren um ihre Heilung unter Mitbürgern bemuht. Nachstehende Zeilen flieBen aus der Feder, wenn auch nicht eines Granadiners, so doch eines Granada Nahestehenden, um das Schicksal kultureller Hinterlassenschaft Besorgten. Seine Frage: "Was bleibt uns vom arabischen Granada?" betrifft das im Mittelalter stddtisch bebaute Areal: Granada-Stadt im engeren Sinne; die Baufront uber dem linken http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Die Welt des Islams Brill

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Publisher
Brill
Copyright
© 1984 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0043-2539
eISSN
1570-0607
D.O.I.
10.1163/157006084X00243
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Abstract

WAS BLEIBT UNS VOM ARABISCHEN GRANADA? VON WILHELM HOENERBACH Iliberri (das spatere Granada in seiner Qasaba Qadima) beherrschte zwischen Ilipula Laus (Loja) westwarts und Acci (Guadix) ostwdrts die Sohlen betischer Binnenbecken. Im hohen Mittelalter entwickelte sich hier 6arndta zur Residenz des Islam. Nach Granadas Einnahme (2.1.1492) erfolgte fast unmittelbar der Ubergang der madina, des Sultanates, zur Kapitale, zur kastilischen Verwaltung und k6niglichen Kanzlei: Zwei offentliche Pldtze und allein in der Oberstadt vierzehn Pfarreien kennzeichneten eine Renaissance-Metropole und erzblsch6f- liche Residenz "Granada". Einzug des Christentums bedeutete Ablosung alter Sakralbauten durch neue, Substitutionsvorgdnge verdnderten das orientalische Stadtbild. Eigentlich beklagenswert erscheinen aber erst spatere Eingriffe, regelrechte Wunden, wie sie die Zeit interessenlos- banaler Moderne schlug. Diese Wunden reiBen, von der Menge unbeachtet, im BewuBtsein einzelner stets erneut auf. M. Gomez Moreno, L. Torres Balbas und L. Seco de Lucena : wegweisende Verstorbene, die zeitlebens den Finger darauf legten, waren um ihre Heilung unter Mitbürgern bemuht. Nachstehende Zeilen flieBen aus der Feder, wenn auch nicht eines Granadiners, so doch eines Granada Nahestehenden, um das Schicksal kultureller Hinterlassenschaft Besorgten. Seine Frage: "Was bleibt uns vom arabischen Granada?" betrifft das im Mittelalter stddtisch bebaute Areal: Granada-Stadt im engeren Sinne; die Baufront uber dem linken

Journal

Die Welt des IslamsBrill

Published: Jan 1, 1984

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