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Ulrich Nortmann: Allgemeinheit und Individualität. Die Verschiedenartigkeit der Formenin „Metaphysik“ Z

Ulrich Nortmann: Allgemeinheit und Individualität. Die Verschiedenartigkeit der Formenin... Ulrich Nortmann: Allgemeinheit und Individualität. Die Verschiedenartigkeit der Formen in „Metaphysik“ Z Paderborn: Schöningh 1997 Nortmanns Buch entwirft ein Interpretationsmodell für die Substanzlehre im VII. Buch der Aristotelischen Metaphysik . Aristoteles prüft darin verschie- dene Kandidaten für die Rolle dessen, was eigentlich existiert bzw. was den anderen Entitäten ontologisch vorgeordnet ist; für eine Entität, die diese Bedin- gung erfüllt, hält Aristoteles die Auszeichnung als ‚oŒs–a‘ oder ‚pr¿th oŒs–a‘ (gemeinhin als ‚Substanz‘, ‚Wesen‘ bzw. ‚erste Substanz‘ übersetzt) bereit. An- ders als die Schrift Kategorien, welche dem konkreten Einzelnen als dem Sub- strat aller anderer Eigenschaften diese ontologische Vorrangigkeit zuerkennt, zeichnet die Metaphysik das sogenannte ‚t– ™n e⁄nai‘ (wörtlich: ‚das Was-es- hieß-zu-sein‘) bzw. diejenige Entität, worin das ‚t– ™n e⁄nai‘ einer Sache besteht, als vorrangig Seiendes, d. h. als ‚oŒs–a‘, aus. Der Kunstausdruck ‚t– ™n e⁄nai‘(im Folgenden: the) meint das, was zu sein für eine bestimmte Sache ihr Sein (d. h. ihre Existenz) bedeutet, so wie für Sokrates seine Existenz darin bestehe, ein Mensch zu sein oder die Eigenschaft des Mensch-Seins zu haben. N.s Überle- gungen gelten nun ganz diesem the bzw. den durch diesen Begriff selegierten Entitäten. Weil das the von Aristoteles hauptsächlich in den Kapiteln Meta- physik VII 4–6 http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00401015
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Abstract

Ulrich Nortmann: Allgemeinheit und Individualität. Die Verschiedenartigkeit der Formen in „Metaphysik“ Z Paderborn: Schöningh 1997 Nortmanns Buch entwirft ein Interpretationsmodell für die Substanzlehre im VII. Buch der Aristotelischen Metaphysik . Aristoteles prüft darin verschie- dene Kandidaten für die Rolle dessen, was eigentlich existiert bzw. was den anderen Entitäten ontologisch vorgeordnet ist; für eine Entität, die diese Bedin- gung erfüllt, hält Aristoteles die Auszeichnung als ‚oŒs–a‘ oder ‚pr¿th oŒs–a‘ (gemeinhin als ‚Substanz‘, ‚Wesen‘ bzw. ‚erste Substanz‘ übersetzt) bereit. An- ders als die Schrift Kategorien, welche dem konkreten Einzelnen als dem Sub- strat aller anderer Eigenschaften diese ontologische Vorrangigkeit zuerkennt, zeichnet die Metaphysik das sogenannte ‚t– ™n e⁄nai‘ (wörtlich: ‚das Was-es- hieß-zu-sein‘) bzw. diejenige Entität, worin das ‚t– ™n e⁄nai‘ einer Sache besteht, als vorrangig Seiendes, d. h. als ‚oŒs–a‘, aus. Der Kunstausdruck ‚t– ™n e⁄nai‘(im Folgenden: the) meint das, was zu sein für eine bestimmte Sache ihr Sein (d. h. ihre Existenz) bedeutet, so wie für Sokrates seine Existenz darin bestehe, ein Mensch zu sein oder die Eigenschaft des Mensch-Seins zu haben. N.s Überle- gungen gelten nun ganz diesem the bzw. den durch diesen Begriff selegierten Entitäten. Weil das the von Aristoteles hauptsächlich in den Kapiteln Meta- physik VII 4–6

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2001

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