Trichterbau Des AmeisenlÖWen Euroleon Nostras Fourcr

Trichterbau Des AmeisenlÖWen Euroleon Nostras Fourcr TRICHTERBAU DES AMEISENLÖWEN EUROLEON NOSTRAS FOURCR. von J. BONGERS und M. KOCH (Institut für Angewandte Zoologie der Universität, Bonn, Bundesrepublik Deutschland) An der Immenburg 1 ZUSAMMENFASSUNG Der Ameisenlöwe, die Larve der Ameisenjungfer Euroleon nostras Fourcr., erwirbt seine Beute als Lauer-Räuber in selbst gegrabenen Trichterfallen. Das Bauprinzip folgt ei- nem angeborenen Verhaltensmuster, für das die Schleuderbewegung und das Rück- wärtslaufen charakteristisch sind; beide Bewegungen werden näher beschrieben. Die differenzierten Würfe werden durch die besondere Beweglichkeit der Interseg- mentalhäute des Thorax ermöglicht. Die Dimensionen des Trichters sind einerseits vom Alter und Larvenstadium abhän- gig, andererseits werden sie durch abiotische Faktoren, insbesondere durch die Beschaf- fenheit des Baumaterials bestimmt. Der Sättigungsgrad der Larve hat keinen signifikan- ten Einfluß auf die Trichtergröße. EINLEITUNG Unter den Insekten mit stechend- saugenden Mundwerkzeugen neh- men die Ameisenlowen (AL), in Mitteleuropa vor allem die Larve des Planipenniers Euroleon nostras Fourcr. eine Sonderstellung ein, einmal wegen ihres interessanten Beuteerwerbs, zum anderen wegen ihrer Spe- zialisierung auf extraintestinale Verdauung. Diese Spezialisierung ist nicht nur mit anatomischen, sondern auch mit verhaltensbiologischen Adaptationen verbunden. Als Lauer-Rauber wird der AL durch den Bau einer typischen "Trichterfalle" charakterisiert, in der er seine Beute fangt und aus- saugt. Innerhalb der Ernahrungsbiologie kommt somit http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Netherlands Journal of Zoology (in 2003 continued as Animal Biology) Brill

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Publisher
Brill
Copyright
© 1980 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0028-2960
eISSN
1568-542X
D.O.I.
10.1163/002829681X00031
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Abstract

TRICHTERBAU DES AMEISENLÖWEN EUROLEON NOSTRAS FOURCR. von J. BONGERS und M. KOCH (Institut für Angewandte Zoologie der Universität, Bonn, Bundesrepublik Deutschland) An der Immenburg 1 ZUSAMMENFASSUNG Der Ameisenlöwe, die Larve der Ameisenjungfer Euroleon nostras Fourcr., erwirbt seine Beute als Lauer-Räuber in selbst gegrabenen Trichterfallen. Das Bauprinzip folgt ei- nem angeborenen Verhaltensmuster, für das die Schleuderbewegung und das Rück- wärtslaufen charakteristisch sind; beide Bewegungen werden näher beschrieben. Die differenzierten Würfe werden durch die besondere Beweglichkeit der Interseg- mentalhäute des Thorax ermöglicht. Die Dimensionen des Trichters sind einerseits vom Alter und Larvenstadium abhän- gig, andererseits werden sie durch abiotische Faktoren, insbesondere durch die Beschaf- fenheit des Baumaterials bestimmt. Der Sättigungsgrad der Larve hat keinen signifikan- ten Einfluß auf die Trichtergröße. EINLEITUNG Unter den Insekten mit stechend- saugenden Mundwerkzeugen neh- men die Ameisenlowen (AL), in Mitteleuropa vor allem die Larve des Planipenniers Euroleon nostras Fourcr. eine Sonderstellung ein, einmal wegen ihres interessanten Beuteerwerbs, zum anderen wegen ihrer Spe- zialisierung auf extraintestinale Verdauung. Diese Spezialisierung ist nicht nur mit anatomischen, sondern auch mit verhaltensbiologischen Adaptationen verbunden. Als Lauer-Rauber wird der AL durch den Bau einer typischen "Trichterfalle" charakterisiert, in der er seine Beute fangt und aus- saugt. Innerhalb der Ernahrungsbiologie kommt somit

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Netherlands Journal of Zoology (in 2003 continued as Animal Biology)Brill

Published: Jan 1, 1980

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