SEBASTIAN BRANT: Das Narrenschiff. Text und Holzschnitte der Erstausgabe 1494. Zusätze der Ausgaben 1495 und 1499. (Textfassung und Erläuterungen von Elvira Pradel. Einleitung von Claus Träger. Nachbemerkung zu den Holzschnitten von Michael Stuhr. Mit 114 Abbildungen.) - Leipzig: Reclam 1979. (= Universal-Bibliothek. .) 386 S.

SEBASTIAN BRANT: Das Narrenschiff. Text und Holzschnitte der Erstausgabe 1494. Zusätze der... 418 santen und wichtigen Gebiet: Scribners bedeutender Leistung, die für längere Zeit Bestand haben wird, tun sie keinen Abbruch. Berlin Volker Honemann SEBASTIAN BRANT: Das Narrenschiff. Text und Holzschnitte der Erstausgabe 1494. Zusätze der Ausgaben 1495 und 1499. (Textfassung und Erläuterungen von Elvira Prade!. Einleitung von Claus Träger. Nachbemerkung zu den Holzschnitten von Michael Stuhr. Mit 114 Abbildungen.) - Leipzig: Reclam 1979. (= Universal-Bibliothek. .) 386 S. Die von Elvira Pradel besorgte Übersetzung des Narrenschiff ins Neuhochdeutsche zeichnet sich durch große Texttreue aus, ohne daß dabei allzuviele 'Archaismen' dem heutigen Leser Verständnisschwierigkeiten bereiten. Der Versuch, Verslänge und Reim beizubehalten, ermöglicht es, etwas vom Rhythmus der Originalfassung zu vermitteln. Die Erläuterungen verzichten bewußt auf reine Erudition, konzentrieren sich auf sprachliche Besonderheiten (verweisen aber dabei weniger auf den Text von 1494 als die Stuttgarter Reclam-Ausgabe) und auf Angaben zur Mythologie und antiken Geschichte. Etwas spärlicher sind sie zu den Bibeltexten, obwohl Brant 'bei der Einbürgerung (der) Lehnsprichwärter' (S. 14) aus der Heiligen Schrift eine bedeutende Rolle zufällt. Die Qualität der Holzschnitte ist für eine Ausgabe dieser Art ausgezeichnet. Die Nachbemerkungen von Michael Stuhr referieren den Stand der Forschung zu den Illustrationen, schenken der Funktion dieses wichtigen Bestandteils des Werkes und der Weiterwirkung der Arbeit am Narrenschiff bei Dürer aber kaum oder keine Beachtung. Die Einleitung von Claus Träger liefert in übersichtlicher, knapper, aber trotzdem nicht schematischer Art die wichtigsten Elemente, um das Werk Brants in die gesellschaftliche, politische, geistes- und literaturgeschichtliche Entwicklung und in das Gesamtschaffen des Autors einzuordnen. Dabei wird der Erfolg dieses sich an die Öffentlichkeit des städtischen Laienpublikums richtenden und sich trotz religiöser Grundthematik von der kirchlichkontrollierten Erbauungsliteratur befreienden Werks eingehend behandelt. Die offene Frage nach dem Wesen der Narrheit, dem Schicksal des Narren/Sünders, seinem Heil oder seiner Verdammung, die das Brantsche Publikum stark bewegte, wird jedoch nicht näher erörtert und die neuere Forschung (z.B. B. Könneker, U. Gaier, J. Lefebvre) nicht erwähnt. Paris Frederic Hartweg http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Daphnis Brill

SEBASTIAN BRANT: Das Narrenschiff. Text und Holzschnitte der Erstausgabe 1494. Zusätze der Ausgaben 1495 und 1499. (Textfassung und Erläuterungen von Elvira Pradel. Einleitung von Claus Träger. Nachbemerkung zu den Holzschnitten von Michael Stuhr. Mit 114 Abbildungen.) - Leipzig: Reclam 1979. (= Universal-Bibliothek. .) 386 S.

Daphnis , Volume 14 (2): 418 – Mar 30, 1985
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© Copyright 1985 by Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0300-693X
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1879-6583
D.O.I.
10.1163/18796583-90000303
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Abstract

418 santen und wichtigen Gebiet: Scribners bedeutender Leistung, die für längere Zeit Bestand haben wird, tun sie keinen Abbruch. Berlin Volker Honemann SEBASTIAN BRANT: Das Narrenschiff. Text und Holzschnitte der Erstausgabe 1494. Zusätze der Ausgaben 1495 und 1499. (Textfassung und Erläuterungen von Elvira Prade!. Einleitung von Claus Träger. Nachbemerkung zu den Holzschnitten von Michael Stuhr. Mit 114 Abbildungen.) - Leipzig: Reclam 1979. (= Universal-Bibliothek. .) 386 S. Die von Elvira Pradel besorgte Übersetzung des Narrenschiff ins Neuhochdeutsche zeichnet sich durch große Texttreue aus, ohne daß dabei allzuviele 'Archaismen' dem heutigen Leser Verständnisschwierigkeiten bereiten. Der Versuch, Verslänge und Reim beizubehalten, ermöglicht es, etwas vom Rhythmus der Originalfassung zu vermitteln. Die Erläuterungen verzichten bewußt auf reine Erudition, konzentrieren sich auf sprachliche Besonderheiten (verweisen aber dabei weniger auf den Text von 1494 als die Stuttgarter Reclam-Ausgabe) und auf Angaben zur Mythologie und antiken Geschichte. Etwas spärlicher sind sie zu den Bibeltexten, obwohl Brant 'bei der Einbürgerung (der) Lehnsprichwärter' (S. 14) aus der Heiligen Schrift eine bedeutende Rolle zufällt. Die Qualität der Holzschnitte ist für eine Ausgabe dieser Art ausgezeichnet. Die Nachbemerkungen von Michael Stuhr referieren den Stand der Forschung zu den Illustrationen, schenken der Funktion dieses wichtigen Bestandteils des Werkes und der Weiterwirkung der Arbeit am Narrenschiff bei Dürer aber kaum oder keine Beachtung. Die Einleitung von Claus Träger liefert in übersichtlicher, knapper, aber trotzdem nicht schematischer Art die wichtigsten Elemente, um das Werk Brants in die gesellschaftliche, politische, geistes- und literaturgeschichtliche Entwicklung und in das Gesamtschaffen des Autors einzuordnen. Dabei wird der Erfolg dieses sich an die Öffentlichkeit des städtischen Laienpublikums richtenden und sich trotz religiöser Grundthematik von der kirchlichkontrollierten Erbauungsliteratur befreienden Werks eingehend behandelt. Die offene Frage nach dem Wesen der Narrheit, dem Schicksal des Narren/Sünders, seinem Heil oder seiner Verdammung, die das Brantsche Publikum stark bewegte, wird jedoch nicht näher erörtert und die neuere Forschung (z.B. B. Könneker, U. Gaier, J. Lefebvre) nicht erwähnt. Paris Frederic Hartweg

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DaphnisBrill

Published: Mar 30, 1985

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