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Rhetoric and Renaissance Culture

Rhetoric and Renaissance Culture 196 Besprechungen ben. Insbesondere hebt Stedman die Notwendigkeit der Aufmerksamkeit auf die materi­ ellen und technologischen Bedingungen des Wandels hervor. Ein sehr konkretes literari­ sches Beispiel rur cultural transformations kann Gabrie1e Rippl vorweisen, wenn sie die unterschiedlichen Bearbeitungen des Phaedra-Stoffes bei Tony Harrison und Sarah Kane vergleicht. Während Harrison den Mythos mit neuer Energie versorgt, werde er bei Kane seiner Kraft beraubt (vgl. REAL, S. 181). Inwiefern sich darin ein kultureller Wandel von 1975 bis zu den neunziger Jahren abzeichnet, fiir den Harrison und Kane jeweils bei­ spielhaft sind, oder ob es sich hier um zwei Varianten modemen Umgangs mit dem My­ thos und insbesondere Seneca handelt, hängt von der zeitlichen Perspektive ab. Diese wird von Vera Nünning in ihrer Untersuchung zur Darstellung der Geschlechter in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thematisiert, wenn sie davon spricht, daß anders als politische Veränderungen sich kultureller Wandel nicht in kurzer Zeit vollzieht, sondern eher in der Kategorie von longue duree bestimmt werden kann. Ihr Beispiel allerdings siedelt sie im Verlauf eines Jahrhunderts an und nennt diese Zeitspanne eine ",medium duree'" (REAL, S. 184): Sie bestimmt - gegen die vorherrschenden Deutungen - das Ge­ schlechterverhältnis im 18. Jahrhundert im Kontext der Kultur http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Poetica Brill

Rhetoric and Renaissance Culture

Poetica , Volume 38 (1-2): 5 – Dec 20, 2006

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0303-4178
eISSN
2589-0530
DOI
10.30965/25890530-038-01-02-90000010
Publisher site
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Abstract

196 Besprechungen ben. Insbesondere hebt Stedman die Notwendigkeit der Aufmerksamkeit auf die materi­ ellen und technologischen Bedingungen des Wandels hervor. Ein sehr konkretes literari­ sches Beispiel rur cultural transformations kann Gabrie1e Rippl vorweisen, wenn sie die unterschiedlichen Bearbeitungen des Phaedra-Stoffes bei Tony Harrison und Sarah Kane vergleicht. Während Harrison den Mythos mit neuer Energie versorgt, werde er bei Kane seiner Kraft beraubt (vgl. REAL, S. 181). Inwiefern sich darin ein kultureller Wandel von 1975 bis zu den neunziger Jahren abzeichnet, fiir den Harrison und Kane jeweils bei­ spielhaft sind, oder ob es sich hier um zwei Varianten modemen Umgangs mit dem My­ thos und insbesondere Seneca handelt, hängt von der zeitlichen Perspektive ab. Diese wird von Vera Nünning in ihrer Untersuchung zur Darstellung der Geschlechter in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thematisiert, wenn sie davon spricht, daß anders als politische Veränderungen sich kultureller Wandel nicht in kurzer Zeit vollzieht, sondern eher in der Kategorie von longue duree bestimmt werden kann. Ihr Beispiel allerdings siedelt sie im Verlauf eines Jahrhunderts an und nennt diese Zeitspanne eine ",medium duree'" (REAL, S. 184): Sie bestimmt - gegen die vorherrschenden Deutungen - das Ge­ schlechterverhältnis im 18. Jahrhundert im Kontext der Kultur

Journal

PoeticaBrill

Published: Dec 20, 2006

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