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Platons Philosophie?

Platons Philosophie? Kritische Anmerkungen zu von Kutscheras neuer Gesamtdarstellung Friedemann Buddensiek, Universität Würzburg Es ist in jeder Hinsicht bemerkenswert, wenn eine neue umfassende Gesamtdar- stellung zu Platon vorgelegt wird. Seit Gauss und Friedländer hat es im deutsch- sprachigen Bereich, seit Guthrie auch im englischsprachigen Bereich keine ent- sprechend ausführliche Darstellung mehr gegeben. Dem Projekt einer solchen Darstellung stellen sich vorab wichtige Fragen, so etwa: An wen wendet sie sich? Welchen Zweck verfolgt sie? Wie geht sie mit dem Problem um, daß Platon in den Dialogen nie in eigener Person spricht? Wie geht sie mit dem Verhältnis von historischen, philologischen und systematischen Fra- gen um? Wie geht sie mit dem Problem um, daß selbst die gute Forschungsliteratur unüberschaubar ist? Wie schafft sie es, die vielfältigen brauchbaren Interpretati- onsergebnisse nutzbar zu machen, ohne den Blick zu verstellen? Franz von Kutschera konzentriert sich in seiner dreibändigen Gesamtdarstel- lung zu Platons Philosophie auf die systematische Seite des Projekts. Philologische Fragen spielen keine Rolle, historische Fragen so gut wie keine. Vielmehr handelt es sich um eine systematisch orientierte Darstellung, die den Anspruch erhebt, „die großen Linien des platonischen Denkens deutlich werden“ zu lassen (nach Auskunft der Buchrückseite). Von Kutschera geht Platons Werk dialogweise durch, will die http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00901010
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Abstract

Kritische Anmerkungen zu von Kutscheras neuer Gesamtdarstellung Friedemann Buddensiek, Universität Würzburg Es ist in jeder Hinsicht bemerkenswert, wenn eine neue umfassende Gesamtdar- stellung zu Platon vorgelegt wird. Seit Gauss und Friedländer hat es im deutsch- sprachigen Bereich, seit Guthrie auch im englischsprachigen Bereich keine ent- sprechend ausführliche Darstellung mehr gegeben. Dem Projekt einer solchen Darstellung stellen sich vorab wichtige Fragen, so etwa: An wen wendet sie sich? Welchen Zweck verfolgt sie? Wie geht sie mit dem Problem um, daß Platon in den Dialogen nie in eigener Person spricht? Wie geht sie mit dem Verhältnis von historischen, philologischen und systematischen Fra- gen um? Wie geht sie mit dem Problem um, daß selbst die gute Forschungsliteratur unüberschaubar ist? Wie schafft sie es, die vielfältigen brauchbaren Interpretati- onsergebnisse nutzbar zu machen, ohne den Blick zu verstellen? Franz von Kutschera konzentriert sich in seiner dreibändigen Gesamtdarstel- lung zu Platons Philosophie auf die systematische Seite des Projekts. Philologische Fragen spielen keine Rolle, historische Fragen so gut wie keine. Vielmehr handelt es sich um eine systematisch orientierte Darstellung, die den Anspruch erhebt, „die großen Linien des platonischen Denkens deutlich werden“ zu lassen (nach Auskunft der Buchrückseite). Von Kutschera geht Platons Werk dialogweise durch, will die

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2006

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