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Pavel Gregoric: Aristotle on the Common Sense. Oxford Aristotle Series, Vol. 4. Oxford: Oxford University Press 2007 ISBN 978-0-19-927737-7; £ 42.00 (hardback); 252 pages

Pavel Gregoric: Aristotle on the Common Sense. Oxford Aristotle Series, Vol. 4. Oxford: Oxford... Book Reviews Buchbesprechungen Pavel Gregoric: Aristotle on the Common Sense. Oxford Aristotle Series, Vol. 4. Oxford: Oxford University Press 2007 ISBN 978-0-19-927737-7; £ 42.00 (hardback); 252 pages Der ‚Gemeinsinn‘ (sensus communis) kann als einer der einflußreichsten Begriffe innerhalb der Rezeption der Aristotelischen Psychologie angesehen werden. In einer gewissen Span- nung dazu steht der Befund, daß es in der Aristoteles-Forschung alles andere als klar ist, was mit diesem Begriff bei Aristoteles selbst gemeint ist und welche Funktionen diesem sinnlichen Vermögen zugeschrieben werden müssen. Für die Annahme eines Gemeinsinns bei Aristoteles gibt es grundsätzlich zwei Ansatz- punkte: (1) Terminologischer Ansatzpunkt ist, daß Aristoteles an verschiedenen Stellen, wo er von den über die Einzelsinne hinausgehenden Leistungen spricht, Ausdrücke verwendet wie etwa aisthêsis koinê (De an. III 1, 425a27), koinê aisthêsis (Mem. 450a10 f.), koinê dyna- mis (Somn. 455a16), kyrion aisthêtêrion (Somn. 455a21, a33) oder koinon aisthêtêrion (Juv. 467b28). Die Terminologie ist hier nicht einheitlich; man kann fragen, ob sich diese Ausdrücke auf dasselbe Vermögen beziehen und welche genau das meinen, was in der Tradition unter ‚Gemeinsinn‘ verstanden wird. (2) Sachlicher Ansatzpunkt ist, daß Aristo- teles gegenüber Platons Theaitet (184b–186e) den Kompetenzbereich der Wahrnehmung erweitert und es folglich ein aisthetisches Vermögen geben muß, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

Pavel Gregoric: Aristotle on the Common Sense. Oxford Aristotle Series, Vol. 4. Oxford: Oxford University Press 2007 ISBN 978-0-19-927737-7; £ 42.00 (hardback); 252 pages

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-01201016
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Abstract

Book Reviews Buchbesprechungen Pavel Gregoric: Aristotle on the Common Sense. Oxford Aristotle Series, Vol. 4. Oxford: Oxford University Press 2007 ISBN 978-0-19-927737-7; £ 42.00 (hardback); 252 pages Der ‚Gemeinsinn‘ (sensus communis) kann als einer der einflußreichsten Begriffe innerhalb der Rezeption der Aristotelischen Psychologie angesehen werden. In einer gewissen Span- nung dazu steht der Befund, daß es in der Aristoteles-Forschung alles andere als klar ist, was mit diesem Begriff bei Aristoteles selbst gemeint ist und welche Funktionen diesem sinnlichen Vermögen zugeschrieben werden müssen. Für die Annahme eines Gemeinsinns bei Aristoteles gibt es grundsätzlich zwei Ansatz- punkte: (1) Terminologischer Ansatzpunkt ist, daß Aristoteles an verschiedenen Stellen, wo er von den über die Einzelsinne hinausgehenden Leistungen spricht, Ausdrücke verwendet wie etwa aisthêsis koinê (De an. III 1, 425a27), koinê aisthêsis (Mem. 450a10 f.), koinê dyna- mis (Somn. 455a16), kyrion aisthêtêrion (Somn. 455a21, a33) oder koinon aisthêtêrion (Juv. 467b28). Die Terminologie ist hier nicht einheitlich; man kann fragen, ob sich diese Ausdrücke auf dasselbe Vermögen beziehen und welche genau das meinen, was in der Tradition unter ‚Gemeinsinn‘ verstanden wird. (2) Sachlicher Ansatzpunkt ist, daß Aristo- teles gegenüber Platons Theaitet (184b–186e) den Kompetenzbereich der Wahrnehmung erweitert und es folglich ein aisthetisches Vermögen geben muß,

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2009

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