"One world" oder Bipolarismus? Der Jalta-Mythos und seine Folgen

"One world" oder Bipolarismus? Der Jalta-Mythos und seine Folgen REINER MARCOWITZ "One world" oder Bipolarismus? Der Jalta-Mythos und seine Folgen Das Ende des Zweiten Weltkrieges markierte 1945 eine Epochenzdsur: Eu- ropa verlor nun endgültig seinen einstigen weltpolitischen Rang; fortan be- stimmten die transatlantische Seemacht USA sowie der eurasische Land- kolol3 Sowjetunion als neue ,,Superm£chte" die Geschicke der internationa- len Politik - wie dies Alexis de Tocqueville bereits 100 Jahre zuvor prophe- zeit hatte' -, und der Kontinent wurde in zwei Einflul3spharen geteilt, zwi- schen denen sich ein "Eiserner Vorhang" senkte. Dieser Befund ist unstrit- tig - umstritten jedoch sind seine Ursachen: War der Bipolarismus beab- sichtigt ? Und wenn dem so war: Wer hat ihn geplant? Amerikaner oder Russen oder vielleicht beide zusammen? Oder doch keiner von ihnen? Wel- che Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Konferenz von Jalta vom Februar 1945? War sie nur irgendein Zusammentreffen der "Grol3en Drei" - Franklin D. Roosevelts fiir die USA, Josef W. Stalins fiir die Sowjetunion und Winston S. Churchills fiir GroBbritannien -, vergleichbar demjenigen zuvor, in Teheran im November/Dezember 1943, oder demjenigen danach, in Potsdam im Juli August 1945, auf dem allerdings statt Roosevelt Harry S. Truman auftrat und Churchill durch Clement Attlee abgel6st wurde? Oder ist die "Krimkonferenz", http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte Brill

"One world" oder Bipolarismus? Der Jalta-Mythos und seine Folgen

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Publisher
Brill
Copyright
© 1999 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0044-3441
eISSN
1570-0739
D.O.I.
10.1163/157007399X00144
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Abstract

REINER MARCOWITZ "One world" oder Bipolarismus? Der Jalta-Mythos und seine Folgen Das Ende des Zweiten Weltkrieges markierte 1945 eine Epochenzdsur: Eu- ropa verlor nun endgültig seinen einstigen weltpolitischen Rang; fortan be- stimmten die transatlantische Seemacht USA sowie der eurasische Land- kolol3 Sowjetunion als neue ,,Superm£chte" die Geschicke der internationa- len Politik - wie dies Alexis de Tocqueville bereits 100 Jahre zuvor prophe- zeit hatte' -, und der Kontinent wurde in zwei Einflul3spharen geteilt, zwi- schen denen sich ein "Eiserner Vorhang" senkte. Dieser Befund ist unstrit- tig - umstritten jedoch sind seine Ursachen: War der Bipolarismus beab- sichtigt ? Und wenn dem so war: Wer hat ihn geplant? Amerikaner oder Russen oder vielleicht beide zusammen? Oder doch keiner von ihnen? Wel- che Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Konferenz von Jalta vom Februar 1945? War sie nur irgendein Zusammentreffen der "Grol3en Drei" - Franklin D. Roosevelts fiir die USA, Josef W. Stalins fiir die Sowjetunion und Winston S. Churchills fiir GroBbritannien -, vergleichbar demjenigen zuvor, in Teheran im November/Dezember 1943, oder demjenigen danach, in Potsdam im Juli August 1945, auf dem allerdings statt Roosevelt Harry S. Truman auftrat und Churchill durch Clement Attlee abgel6st wurde? Oder ist die "Krimkonferenz",

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Zeitschrift für Religions- und GeistesgeschichteBrill

Published: Jan 1, 1999

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