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Mitteilungen MITTEILUNGEN AL- � IH � D-EINE DEUTSCHE PROPAGANDAZEITUNG IM 1. WELTKRIEG Die Ausrufung des Gihad durch den Sultan-Kalifen am 15. November 1914 in Istanbul gegen die Mdchte der Entente England, Frankreich und das zaristische RuBland hatte im Deutschen Reich zahlreiche, verschiedenartige Aktivitaten zur Folge, die den Zweck hatten, aus dem religibsen Appell an die Muslime im britischen, franzosischen und russischen Machtbereich politische und militdrische Vorteile zu ziehen. Koordiniert wurden diese Aktivitaten durch die "Nachrichtenstelle fiir den Orient" im Auswartigen Amt, die sich unter der Leitung des Orientalisten und Forschungsreisenden Baron Max von Oppenheim in Berlin in der TauentzienstraBe etabliert hatte. Die militdrische Seite vertrat bei all diesen Vorgdngen der spdtere deutsche Botschafter in Ankara und Moskau Rudolf Nadoiny als Chef der politischen Sektion des stellvertretenden Generalstabs.' Zu den Aufgaben, die sich die "Nachrichtenstelle fiir den Orient" gestellt hatte, geh6rten die Aufwlegelung der muslimischen Bev6lkerung in den überseeischen Be- sitzungen Frankreichs und GroBbritanniens von Nordafrika bis Indien, Nachrichten- beschaffung und Nachrichtenauswertung hinsichtlich der wirtschaftlichen, politischen und militarischen Lage in den entsprechenden Gebieten, Propaganda bzw. Gegen- propaganda uber den Kriegsverlauf in den gesamten islamischen Welt und das Be- mfhen, muslimische Truppenteile, die auf Seiten der Entente kampften, durch Flug- blattaktionen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Die Welt des Islams Brill

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Die Welt des Islams, Volume 20 (3): 197 – Jan 1, 1980

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Publisher
Brill
Copyright
© 1980 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0043-2539
eISSN
1570-0607
D.O.I.
10.1163/157006080X00058
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Abstract

MITTEILUNGEN AL- � IH � D-EINE DEUTSCHE PROPAGANDAZEITUNG IM 1. WELTKRIEG Die Ausrufung des Gihad durch den Sultan-Kalifen am 15. November 1914 in Istanbul gegen die Mdchte der Entente England, Frankreich und das zaristische RuBland hatte im Deutschen Reich zahlreiche, verschiedenartige Aktivitaten zur Folge, die den Zweck hatten, aus dem religibsen Appell an die Muslime im britischen, franzosischen und russischen Machtbereich politische und militdrische Vorteile zu ziehen. Koordiniert wurden diese Aktivitaten durch die "Nachrichtenstelle fiir den Orient" im Auswartigen Amt, die sich unter der Leitung des Orientalisten und Forschungsreisenden Baron Max von Oppenheim in Berlin in der TauentzienstraBe etabliert hatte. Die militdrische Seite vertrat bei all diesen Vorgdngen der spdtere deutsche Botschafter in Ankara und Moskau Rudolf Nadoiny als Chef der politischen Sektion des stellvertretenden Generalstabs.' Zu den Aufgaben, die sich die "Nachrichtenstelle fiir den Orient" gestellt hatte, geh6rten die Aufwlegelung der muslimischen Bev6lkerung in den überseeischen Be- sitzungen Frankreichs und GroBbritanniens von Nordafrika bis Indien, Nachrichten- beschaffung und Nachrichtenauswertung hinsichtlich der wirtschaftlichen, politischen und militarischen Lage in den entsprechenden Gebieten, Propaganda bzw. Gegen- propaganda uber den Kriegsverlauf in den gesamten islamischen Welt und das Be- mfhen, muslimische Truppenteile, die auf Seiten der Entente kampften, durch Flug- blattaktionen

Journal

Die Welt des IslamsBrill

Published: Jan 1, 1980

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