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Kants Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff

Kants Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff Kants Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff Dirk Greimann, Universität München Der grundlegende Schritt im Aufbau der Ethik Kants ist die „Aufsuchung“ des obersten Prinzips der Moralität. Zu seiner Durchführung verwendet Kant drei verschiedene Verfahren: 1. die sokratische Methode der Explikation des Richtmaßes für Moralität, das den ethischen Urteilen der gemeinen Menschen- vernunft implizit zugrunde liegt, 2. die Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff, und 3. die regressive Methode der Ana- lyse der Geltungsbedingungen kategorischer Normen. Mein Ziel ist im folgenden, das zweite Verfahren zu rekonstruieren. Das Spezifische der hier vorgeschlagenen Rekonstruktion im Vergleich mit den in der Literatur vorliegenden Ansätzen liegt in der Verwendung sprechakttheo- retischer Mittel. Die exegetische Haupthypothese ist, dass die von Kant ins Auge gefasste Ableitung darin besteht, den Inhalt des kategorischen Impera- tivs aus den Erfolgsbedingungen für das Aufstellen kategorischer Imperative abzuleiten. Diese Bedingungen, die den Erfolgsbedingungen für das Erteilen gewöhnlicher Befehle analog sind, konstituieren den Begriff des kategorischen Imperativs, und sie enthalten inhaltliche Restriktionen für die erfolgreiche Kon- struktion einer moralischen Gesetzgebung, durch die festgelegt wird, was der Inhalt moralischer Gesetze sein muss. Die Arbeit untergliedert sich in vier Teile. Teil 1 ist mit der http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

Kants Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff

History of Philosophy and Logical Analysis , Volume 6 (1): 15 – Apr 5, 2003

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00601006
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Abstract

Kants Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff Dirk Greimann, Universität München Der grundlegende Schritt im Aufbau der Ethik Kants ist die „Aufsuchung“ des obersten Prinzips der Moralität. Zu seiner Durchführung verwendet Kant drei verschiedene Verfahren: 1. die sokratische Methode der Explikation des Richtmaßes für Moralität, das den ethischen Urteilen der gemeinen Menschen- vernunft implizit zugrunde liegt, 2. die Ableitung der Formel des kategorischen Imperativs aus seinem bloßen Begriff, und 3. die regressive Methode der Ana- lyse der Geltungsbedingungen kategorischer Normen. Mein Ziel ist im folgenden, das zweite Verfahren zu rekonstruieren. Das Spezifische der hier vorgeschlagenen Rekonstruktion im Vergleich mit den in der Literatur vorliegenden Ansätzen liegt in der Verwendung sprechakttheo- retischer Mittel. Die exegetische Haupthypothese ist, dass die von Kant ins Auge gefasste Ableitung darin besteht, den Inhalt des kategorischen Impera- tivs aus den Erfolgsbedingungen für das Aufstellen kategorischer Imperative abzuleiten. Diese Bedingungen, die den Erfolgsbedingungen für das Erteilen gewöhnlicher Befehle analog sind, konstituieren den Begriff des kategorischen Imperativs, und sie enthalten inhaltliche Restriktionen für die erfolgreiche Kon- struktion einer moralischen Gesetzgebung, durch die festgelegt wird, was der Inhalt moralischer Gesetze sein muss. Die Arbeit untergliedert sich in vier Teile. Teil 1 ist mit der

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2003

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