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Jean-Paul Sartre und der "liebe Gott"

Jean-Paul Sartre und der "liebe Gott" Jean-Paul Sartre und der "liebe Gott" Aktualisierte Geistesgeschichte - Ideologisierte Religionsgeschichte RICHARD WISSER Der franzosische Dichter Victor Hugo hat, eine romantische Erinne- rung an das Worms einer groBen Vergangenheit im Herzen, im 26. Brief seiner "Rheinreise" einem Freund die Eindriicke geschildert, die die Stadt der Biedermeierzeit des Jahres 1838 auf ihn gemacht hatte. "Aber wo ist dann jener hohe und hehre Mauerkranz, flankiert von Turmen, der sich im Rhein spiegelt und ihn, den machtigen FluB, stolz als Wall- graben benutzt 1"1 Mag Victor Hugo nur noch eine "sterbende Stadt", wenn auch eine groBe Vergangenheit vorgefunden haben, und mag auch dem deutschen Dichter Friedrich Hebbel zwanzig Jahre spater die Stadt Worms nur als Kulisse fur eine groBe Leidenschaft, als Schauplatz fiir die entscheidenden Szenen des Nibelungen-Epos, dienen2, in der drama- tischen Literatur der Gegenwart spielt sich unter den Tiarmen und vor den Toren von Worms ein Geschehnis von hochster Bedeutung und be- sonderer Dringlichkeit ab, nimmt Jean-Paul Sartres Kampf mit dem ,,Teufel und dem lieben Gott" seinen Ausgang. Man hat nicht zu Unrecht diese Monstreschau, dieses Konglomerat von "Ritterdrama" und "Thesen-Buhne", von "Lehrstuck" und "Wehr- stiick", von "Weltanschauungstheater" und "Symbolgesehehen" als die Summe der Philosophie des Dichter-Philosophen Jean-Paul Sartre http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte Brill

Jean-Paul Sartre und der "liebe Gott"

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Publisher
Brill
Copyright
© 1967 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0044-3441
eISSN
1570-0739
DOI
10.1163/157007367X00121
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Abstract

Jean-Paul Sartre und der "liebe Gott" Aktualisierte Geistesgeschichte - Ideologisierte Religionsgeschichte RICHARD WISSER Der franzosische Dichter Victor Hugo hat, eine romantische Erinne- rung an das Worms einer groBen Vergangenheit im Herzen, im 26. Brief seiner "Rheinreise" einem Freund die Eindriicke geschildert, die die Stadt der Biedermeierzeit des Jahres 1838 auf ihn gemacht hatte. "Aber wo ist dann jener hohe und hehre Mauerkranz, flankiert von Turmen, der sich im Rhein spiegelt und ihn, den machtigen FluB, stolz als Wall- graben benutzt 1"1 Mag Victor Hugo nur noch eine "sterbende Stadt", wenn auch eine groBe Vergangenheit vorgefunden haben, und mag auch dem deutschen Dichter Friedrich Hebbel zwanzig Jahre spater die Stadt Worms nur als Kulisse fur eine groBe Leidenschaft, als Schauplatz fiir die entscheidenden Szenen des Nibelungen-Epos, dienen2, in der drama- tischen Literatur der Gegenwart spielt sich unter den Tiarmen und vor den Toren von Worms ein Geschehnis von hochster Bedeutung und be- sonderer Dringlichkeit ab, nimmt Jean-Paul Sartres Kampf mit dem ,,Teufel und dem lieben Gott" seinen Ausgang. Man hat nicht zu Unrecht diese Monstreschau, dieses Konglomerat von "Ritterdrama" und "Thesen-Buhne", von "Lehrstuck" und "Wehr- stiick", von "Weltanschauungstheater" und "Symbolgesehehen" als die Summe der Philosophie des Dichter-Philosophen Jean-Paul Sartre

Journal

Zeitschrift für Religions- und GeistesgeschichteBrill

Published: Jan 1, 1967

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