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Indefinite Aussagen und das kontingent Zukünftige

Indefinite Aussagen und das kontingent Zukünftige Indefinite Aussagen und das kontingent Zukünftige Akzidenzien allgemeiner Gegenstände und graduelle Wahrheit in Aristoteles’ De Interpretatione 7und 9 Burkhard Hafemann, Universität Münster De Int. 9 hat Anlaß zu einer Fülle von Deutungsversuchen gegeben. Aristote- les stellt dort fest, daß singuläre Zukunftsaussagen zu kontingent Zukünftigem weder definitiv „wahr“ noch definitiv „falsch“ sind. Wenig Beachtung fand bis- her die Tatsache, daß Aristoteles in De Int. 9 zugleich graduelle Eigenschaften von allgemeinen Gegenständen bzw. von Individuen qua artzugehörigen zu the- matisieren scheint. Für das Verständnis dieser indefiniten Eigenschaftsinhärenz ist m. E. insbesondere die von Aristoteles in De Int. 7 eingeführte sogenannte „indefinite Prädikation“ von Belang. Diese wiederum setzt das spezifisch ari- stotelische Verständnis der Negation voraus, so daß im folgenden zunächst auf die Negationskonzeption des Aristoteles eingegangen wird (I), dann – im Sinne einer Rehabilitierung – auf die indefinite Prädikation (II–IV), schließlich auf das Problem des kontingent Zukünftigen (V–VIII), woran sich generelle Überlegungen zu gradueller Eigenschaftsinhärenz und graduellem Wahrsein von Aussagen bei Aristoteles anschließen (IX–X). I. Zum Verständnis der Negation bei Aristoteles Wenn für Aristoteles eine affirmierende oder negierende Aussage zu kontingent Zukünftigem weder definitiv wahr noch definitiv falsch ist, kann der voraus- gesetzte Negationsbegriff nicht ohne weiteres im Sinne der Logik http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

Indefinite Aussagen und das kontingent Zukünftige

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00201009
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Abstract

Indefinite Aussagen und das kontingent Zukünftige Akzidenzien allgemeiner Gegenstände und graduelle Wahrheit in Aristoteles’ De Interpretatione 7und 9 Burkhard Hafemann, Universität Münster De Int. 9 hat Anlaß zu einer Fülle von Deutungsversuchen gegeben. Aristote- les stellt dort fest, daß singuläre Zukunftsaussagen zu kontingent Zukünftigem weder definitiv „wahr“ noch definitiv „falsch“ sind. Wenig Beachtung fand bis- her die Tatsache, daß Aristoteles in De Int. 9 zugleich graduelle Eigenschaften von allgemeinen Gegenständen bzw. von Individuen qua artzugehörigen zu the- matisieren scheint. Für das Verständnis dieser indefiniten Eigenschaftsinhärenz ist m. E. insbesondere die von Aristoteles in De Int. 7 eingeführte sogenannte „indefinite Prädikation“ von Belang. Diese wiederum setzt das spezifisch ari- stotelische Verständnis der Negation voraus, so daß im folgenden zunächst auf die Negationskonzeption des Aristoteles eingegangen wird (I), dann – im Sinne einer Rehabilitierung – auf die indefinite Prädikation (II–IV), schließlich auf das Problem des kontingent Zukünftigen (V–VIII), woran sich generelle Überlegungen zu gradueller Eigenschaftsinhärenz und graduellem Wahrsein von Aussagen bei Aristoteles anschließen (IX–X). I. Zum Verständnis der Negation bei Aristoteles Wenn für Aristoteles eine affirmierende oder negierende Aussage zu kontingent Zukünftigem weder definitiv wahr noch definitiv falsch ist, kann der voraus- gesetzte Negationsbegriff nicht ohne weiteres im Sinne der Logik

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 1999

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