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Humboldt — Adorno — Heydorn. Perspektiven kritischer Bildungstheorie

Humboldt — Adorno — Heydorn. Perspektiven kritischer Bildungstheorie THESIS Humboldt - Adorno - Heydorn. Perspektiven kritischer Bildungstheorie RAHEL HÜNIG 1. »Bildung« als aktuelles Thema? »Bildung« ist in den großen Tages- und Wochenzeitungen ein medialer Dauerbren­ ner. Mit Norbert Ricken gesprochen: »Wo auch immer man hinhört, von Bildung, ihrer gegenwärtigen Misere und dringend erforderlichen Zukunft ist unablässig die Rede« (Ricken 2006, S. 9). Diese publizistische Präsenz des politischen »Megathe­ mas«, als welches »Bildung« 1997 vom damaLigen Bundespräsidenten Roman Herzog beschworen wurde, blieb seit Mitte der 1990er Jahre relativ konstant (vgL. Grözin­ ger 2016), was sich als Ausdruck eines stabilen, allgemeinen, öffentlichen Interes­ ses an Fragen der Bildung deuten lässt. Im Gegensatz dazu wurde »Bildung« inner­ fachlich seit der mit Heinrich Roth verbundenen »realistischen Wende« des Faches von der Pädagogik zur Erziehungswissenschaft seit Mitte der 1960er Jahre mehrfach als überhoLt betrachtet und geriet in eine marginalisierte Position der fachwissen­ schaftLichen Aufmerksamkeit (vgL. Sander 2015, S. 517; Ode 2014, S. 4). Der in den 1980er und 1990er Jahren gegen die Gefahr eines geschichts- und theorielosen Em­ pirismus erneut innerhaLb der Erziehungswissenschaft geltend gemachte bildungs­ theoretische Ansatz wirkte, wie Sander das zuspitzt, seit dem politischen Erfolg der ersten PISA-Studie im Jahr 2000, aLs »zur dauerhaften Bedeutungslosigkeit verur­ teilt" (Sander 2015, S. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik Brill

Humboldt — Adorno — Heydorn. Perspektiven kritischer Bildungstheorie

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0507-7230
eISSN
2589-0581
DOI
10.30965/25890581-092-04-90000011
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Abstract

THESIS Humboldt - Adorno - Heydorn. Perspektiven kritischer Bildungstheorie RAHEL HÜNIG 1. »Bildung« als aktuelles Thema? »Bildung« ist in den großen Tages- und Wochenzeitungen ein medialer Dauerbren­ ner. Mit Norbert Ricken gesprochen: »Wo auch immer man hinhört, von Bildung, ihrer gegenwärtigen Misere und dringend erforderlichen Zukunft ist unablässig die Rede« (Ricken 2006, S. 9). Diese publizistische Präsenz des politischen »Megathe­ mas«, als welches »Bildung« 1997 vom damaLigen Bundespräsidenten Roman Herzog beschworen wurde, blieb seit Mitte der 1990er Jahre relativ konstant (vgL. Grözin­ ger 2016), was sich als Ausdruck eines stabilen, allgemeinen, öffentlichen Interes­ ses an Fragen der Bildung deuten lässt. Im Gegensatz dazu wurde »Bildung« inner­ fachlich seit der mit Heinrich Roth verbundenen »realistischen Wende« des Faches von der Pädagogik zur Erziehungswissenschaft seit Mitte der 1960er Jahre mehrfach als überhoLt betrachtet und geriet in eine marginalisierte Position der fachwissen­ schaftLichen Aufmerksamkeit (vgL. Sander 2015, S. 517; Ode 2014, S. 4). Der in den 1980er und 1990er Jahren gegen die Gefahr eines geschichts- und theorielosen Em­ pirismus erneut innerhaLb der Erziehungswissenschaft geltend gemachte bildungs­ theoretische Ansatz wirkte, wie Sander das zuspitzt, seit dem politischen Erfolg der ersten PISA-Studie im Jahr 2000, aLs »zur dauerhaften Bedeutungslosigkeit verur­ teilt" (Sander 2015, S.

Journal

Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche PädagogikBrill

Published: Nov 25, 2016

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