H. A. Brongers: De Jozefsgeschiedenis bij Joden, Christenen en Mohammedanen; een theologische, historische en literaire studie; erschienen bei H. Veenman & Zonen, Wageningen 1962, 154 S

H. A. Brongers: De Jozefsgeschiedenis bij Joden, Christenen en Mohammedanen; een theologische,... 268 Immerhin halte ich es fiir moglich, dass die Araber mit ihren hervorragenden Parfum- destillier-Apparaten auch gelegentlich reinen Weingeist gewonnen haben werden, ohne ihn aber naher zu bezeichnen. Die Darstellung ist sehr fluchtig und recht primitiv. Die Zitierung der References ist liederlich: kaum ein Vcrfasser (z.B. ,.Studies in Arabic and Persian"), keine Ausgabe, selten Erscheinungsort, iiberhaupt keine Jahreszahl ! Otto Spies (Bonn) Otto Spies (Bonn) LITERATUR H. A. Brongers: De Jozefsgeschiedenis bij Joden, Christenen en Mohammedanen; een theologische, historische en literaire studie; erschienen bei H. Veenman & Zonen, Wageningen 1962, 154 S. Das Ziel des Verfassers ist es, anhand der alttestamentlichen Josephsgeschichte (Genesis XXXVII, XXXIX-XLIII) deren Auslegung im Judentum, Christentum und Islam sowic die Tendenzen zu untersuchen, die hierbei eine Rolle spielten. Aus der judischen Literatur zieht H. A. Brongers 15 Werke heran, angefangen vom Pentateuch-Kommentar des Philo Alexandrinus bis zum Kommentar des Raschi (1040- 1I05), dem im ii. oder 12. Jahrhundert abgefassten, islamisch beeinflussten Legendenbuch Sefer ha-Jaschar und dem fruhcsterl5 aus dem XIII. Jahrhundert stamrnendcn Midrasch ha-Gadol (eine Sammlung von Homilien zunr Pentateuch). Von Seiten der christlichen Literatur benutzt der Verfasser u.a. den Kommentar zur Genesis von Efrem Syrus (gest. 373), ein Josephsepos des Balai (gest. ctwa 430) sowie einen Josephszyklus des Mar Narsai (lebte im 5. Jahrh.). Unter den islamischen Werken bezieht der Verfasser die Josephssure (XII. Sure) des Qur'Sns, die Qur'ankommentare des 'Tabari, Zamahsarl und Baidawi, das Geschichtswerk des Ibn al-Atir sowie die Epen "Yusuf und Zulaiha" des hirdausi, das wahrscheinlich nach neueren Untersuchungen nicht von ihm stammt, und des Gämï in seine Untersuchung ein. Wie schon diese Übersicht zeigt, legt Brongers das Hauptgewicht der Arbeit auf die Ausnutzung jiidischer Qucllen. Man mag es bedauern, dass dabei die islarnische Literatur, die gewiss noch mehr als die angefuhrten Werke zu bieten hdtte, etwas zu kurz gekommen ist. Namentlich vermisst man die bei Ta'labi (Qi,sas al-Anbiyä', Kairo 1331, S. 75-99) breiten Raum einnehmende Josephsgeschichte sowie die weiter in das Feld der volkstiim- lichen Erbauungslegende vorgedrungene Version des Kisa'I (ed. Eisenberg, Leiden 1922, S. 156-179). Auch ware eine Untersuchung der entsprechenden Kapitel der "Annales" des Tabari vielleicht nicht unniitz gewesen, da sich der Stoff dieses Geschichtswerkes nicht immer milt dem des Qur'ankonrrnentares deckt. Schliesslich hdtte man es begriissen konnen, wenn ins Rahmen der Arbeit von Brongers einige der noch nicht ver6ffeiitlichteii Hand- schriften der Legende (wie etwa die Hss. Sprenger 465, Petermann III, Wetzstein 720; in Ahlwardts Verzeichnis der arabischen Handschriften der koniglichen Bibliothek zu Berlin, Bd. VIII, S. 6 und 7 unter den Nrn. 8956, 8957, 8959) bekannt gemacht worden waren. Jedoch fuhren diese Wiinsche wohl zu weit und hat eine derartig weitschweifende Unter- suchung arabischer Quellen wahrscheinlich nicht in der Absicht des Verfassers gelegen. Das Unternehmen einer Einzeluntersuchung uber einen biblischen Stoff, der wie kam ein zweiter die Phantasie jiidischer, christlicher und muslimischer Bibel- bzw. interpreten beschaftigt hat, ist jedoch sehr zu begriissen. Brongers fuhrt damit, wenn auch unter anderen Gesichtspunkten, die von Grünbaum Beitriige zu-r semÛischen Sagenkunde, Leiden 1893, S. 148-52 ; Zu Jussuf und Suleichcz, ZDMG XLIII, 1889, S. 1-29; Gesamynelte Aufsdtze z. Sprach- u. Sagenkunde, Berlin 1901, S. 515-93) und I. Schapiro (Die haggadischen Elemente im erzdhlenden Teil des Koran, Teil I, Berlin igo7, leider un- vollstandig) begonnene Arbeit fort. Schade, dass der Verfasser die zuletzt genannte Unter- suchung in seinem Literaturverzeichnis nicht anfiihrt und auch nicht verwertet. Hinzufugen mochte ich in diesern Zusammenhang, dass der im Literaturverzeichnis gebraclite Aufsatz: Aus Firdussi's religios-yomantischem Epos Jussuf und Suleicha, ZDMG XLI, S. 578 ff. (richtig: 577 ff.), nicht von M. Griinbaum, sondern vonSchlechta-Wssehrd stammt (richtig angegeben auf S. 5 8, A. 2). H. S c h it t z i n g e r (Bonn) H. Schützinger (Bonn) http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Die Welt des Islams Brill

H. A. Brongers: De Jozefsgeschiedenis bij Joden, Christenen en Mohammedanen; een theologische, historische en literaire studie; erschienen bei H. Veenman & Zonen, Wageningen 1962, 154 S

Die Welt des Islams, Volume 8 (4): 268 – Jan 1, 1963
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Copyright
© 1963 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0043-2539
eISSN
1570-0607
D.O.I.
10.1163/157006063X00110
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Abstract

268 Immerhin halte ich es fiir moglich, dass die Araber mit ihren hervorragenden Parfum- destillier-Apparaten auch gelegentlich reinen Weingeist gewonnen haben werden, ohne ihn aber naher zu bezeichnen. Die Darstellung ist sehr fluchtig und recht primitiv. Die Zitierung der References ist liederlich: kaum ein Vcrfasser (z.B. ,.Studies in Arabic and Persian"), keine Ausgabe, selten Erscheinungsort, iiberhaupt keine Jahreszahl ! Otto Spies (Bonn) Otto Spies (Bonn) LITERATUR H. A. Brongers: De Jozefsgeschiedenis bij Joden, Christenen en Mohammedanen; een theologische, historische en literaire studie; erschienen bei H. Veenman & Zonen, Wageningen 1962, 154 S. Das Ziel des Verfassers ist es, anhand der alttestamentlichen Josephsgeschichte (Genesis XXXVII, XXXIX-XLIII) deren Auslegung im Judentum, Christentum und Islam sowic die Tendenzen zu untersuchen, die hierbei eine Rolle spielten. Aus der judischen Literatur zieht H. A. Brongers 15 Werke heran, angefangen vom Pentateuch-Kommentar des Philo Alexandrinus bis zum Kommentar des Raschi (1040- 1I05), dem im ii. oder 12. Jahrhundert abgefassten, islamisch beeinflussten Legendenbuch Sefer ha-Jaschar und dem fruhcsterl5 aus dem XIII. Jahrhundert stamrnendcn Midrasch ha-Gadol (eine Sammlung von Homilien zunr Pentateuch). Von Seiten der christlichen Literatur benutzt der Verfasser u.a. den Kommentar zur Genesis von Efrem Syrus (gest. 373), ein Josephsepos des Balai (gest. ctwa 430) sowie einen Josephszyklus des Mar Narsai (lebte im 5. Jahrh.). Unter den islamischen Werken bezieht der Verfasser die Josephssure (XII. Sure) des Qur'Sns, die Qur'ankommentare des 'Tabari, Zamahsarl und Baidawi, das Geschichtswerk des Ibn al-Atir sowie die Epen "Yusuf und Zulaiha" des hirdausi, das wahrscheinlich nach neueren Untersuchungen nicht von ihm stammt, und des Gämï in seine Untersuchung ein. Wie schon diese Übersicht zeigt, legt Brongers das Hauptgewicht der Arbeit auf die Ausnutzung jiidischer Qucllen. Man mag es bedauern, dass dabei die islarnische Literatur, die gewiss noch mehr als die angefuhrten Werke zu bieten hdtte, etwas zu kurz gekommen ist. Namentlich vermisst man die bei Ta'labi (Qi,sas al-Anbiyä', Kairo 1331, S. 75-99) breiten Raum einnehmende Josephsgeschichte sowie die weiter in das Feld der volkstiim- lichen Erbauungslegende vorgedrungene Version des Kisa'I (ed. Eisenberg, Leiden 1922, S. 156-179). Auch ware eine Untersuchung der entsprechenden Kapitel der "Annales" des Tabari vielleicht nicht unniitz gewesen, da sich der Stoff dieses Geschichtswerkes nicht immer milt dem des Qur'ankonrrnentares deckt. Schliesslich hdtte man es begriissen konnen, wenn ins Rahmen der Arbeit von Brongers einige der noch nicht ver6ffeiitlichteii Hand- schriften der Legende (wie etwa die Hss. Sprenger 465, Petermann III, Wetzstein 720; in Ahlwardts Verzeichnis der arabischen Handschriften der koniglichen Bibliothek zu Berlin, Bd. VIII, S. 6 und 7 unter den Nrn. 8956, 8957, 8959) bekannt gemacht worden waren. Jedoch fuhren diese Wiinsche wohl zu weit und hat eine derartig weitschweifende Unter- suchung arabischer Quellen wahrscheinlich nicht in der Absicht des Verfassers gelegen. Das Unternehmen einer Einzeluntersuchung uber einen biblischen Stoff, der wie kam ein zweiter die Phantasie jiidischer, christlicher und muslimischer Bibel- bzw. interpreten beschaftigt hat, ist jedoch sehr zu begriissen. Brongers fuhrt damit, wenn auch unter anderen Gesichtspunkten, die von Grünbaum Beitriige zu-r semÛischen Sagenkunde, Leiden 1893, S. 148-52 ; Zu Jussuf und Suleichcz, ZDMG XLIII, 1889, S. 1-29; Gesamynelte Aufsdtze z. Sprach- u. Sagenkunde, Berlin 1901, S. 515-93) und I. Schapiro (Die haggadischen Elemente im erzdhlenden Teil des Koran, Teil I, Berlin igo7, leider un- vollstandig) begonnene Arbeit fort. Schade, dass der Verfasser die zuletzt genannte Unter- suchung in seinem Literaturverzeichnis nicht anfiihrt und auch nicht verwertet. Hinzufugen mochte ich in diesern Zusammenhang, dass der im Literaturverzeichnis gebraclite Aufsatz: Aus Firdussi's religios-yomantischem Epos Jussuf und Suleicha, ZDMG XLI, S. 578 ff. (richtig: 577 ff.), nicht von M. Griinbaum, sondern vonSchlechta-Wssehrd stammt (richtig angegeben auf S. 5 8, A. 2). H. S c h it t z i n g e r (Bonn) H. Schützinger (Bonn)

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Die Welt des IslamsBrill

Published: Jan 1, 1963

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