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Europa und die Veränderung der religiösen Weltlage seit dem 2. Weltkrieg

Europa und die Veränderung der religiösen Weltlage seit dem 2. Weltkrieg 184 auch jetzt klopft jemand an die Tur, irgendwer - ein neuer Mensch mit einem neuen Wort. Er will die Tur bffnen und eintreten." DaB ein neuer Mensch komme und ein neues Wort sagen werde, stand Dostojewskij unverbruchlich fest; er meinte, daB sein Volk, das russische Volk, das Wort der Erlosung fiir die Menschheit als Aufgabe in sich trage. Aber inzwischen ist das Gott-Trager-Volk unter die Herrschaft der Ddmonen geraten. D o s t o j e w s k i j und seine entlarvende Psychologie sind im heutigen RuBland nicht be- liebt. Wen wundert das ? Aber wir sollten dennoch auch nach Osten hin offen bleiben, weil das neue Wort auch von dorther kommen kann. Der Bolschewismus ist es nicht, der hat im Grunde nur alte Worte und Vokabeln aufgenommen, die im Westen bereits ver- schlissen waren. Wir gehen heute ja alle nur noch mit alten und dltesten Worten um. Aber plotzlich kann es geschehen, daB das neue Wort erklingt - vielleicht sogar quer durch die Worte der offiziellen Sprecher im Osten und im Westen hindurch. Niemand kennt die Zukunft. Aber wenn es so kommt, dann immer nur s u b c o n d i t http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte Brill

Europa und die Veränderung der religiösen Weltlage seit dem 2. Weltkrieg

Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte , Volume 15 (2): 184 – Jan 1, 1963

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Publisher
Brill
Copyright
© 1963 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0044-3441
eISSN
1570-0739
DOI
10.1163/157007363X00152
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Abstract

184 auch jetzt klopft jemand an die Tur, irgendwer - ein neuer Mensch mit einem neuen Wort. Er will die Tur bffnen und eintreten." DaB ein neuer Mensch komme und ein neues Wort sagen werde, stand Dostojewskij unverbruchlich fest; er meinte, daB sein Volk, das russische Volk, das Wort der Erlosung fiir die Menschheit als Aufgabe in sich trage. Aber inzwischen ist das Gott-Trager-Volk unter die Herrschaft der Ddmonen geraten. D o s t o j e w s k i j und seine entlarvende Psychologie sind im heutigen RuBland nicht be- liebt. Wen wundert das ? Aber wir sollten dennoch auch nach Osten hin offen bleiben, weil das neue Wort auch von dorther kommen kann. Der Bolschewismus ist es nicht, der hat im Grunde nur alte Worte und Vokabeln aufgenommen, die im Westen bereits ver- schlissen waren. Wir gehen heute ja alle nur noch mit alten und dltesten Worten um. Aber plotzlich kann es geschehen, daB das neue Wort erklingt - vielleicht sogar quer durch die Worte der offiziellen Sprecher im Osten und im Westen hindurch. Niemand kennt die Zukunft. Aber wenn es so kommt, dann immer nur s u b c o n d i t

Journal

Zeitschrift für Religions- und GeistesgeschichteBrill

Published: Jan 1, 1963

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