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Ein “deutscher” Freundeskreis an der römischen Korie in der Mitte des 15. Jahrhunderts

Ein “deutscher” Freundeskreis an der römischen Korie in der Mitte des 15. Jahrhunderts Ein II deutscher" Freundeskreis an der romischen Korie in der Mitte des 15. Jahrhunderts Von Cesarini bis zu den Piccolomini* ERICH MEUTHEN I KOLN Der europaische Erfolg der mittelalterlichen Papstkirche hatte als entschei­ dende Grundlage die allgemeine Zustimmung der abendlandischen Christenheit zu der von der romischen Kirche getragenen und gestalteten Einheit. Das schloB Konflikte einzelner Kirchen und Lander, Bischofe und Fi.irsten mit der romischen Kirche nicht aus. Es handelte sich aber um Diff erenzen bei der je­ weiligen Kompetenzabgrenzung zwischen Haupt und Gliedern, die den Ge­ samtbau als solchen dadurch nicht in Frage stellten. Das war allerdings der Fall, wenn die Kommunikation zwischen Haupt und Gliedern erlosch. Derlei konnte schlagartig geschehen, wenn entsprechende Konflikte zu dauernder Spaltung fiihrten, konnte sich aber auch schleichend entwickeln. Eine eben solche Entwicklung scheint im spateren Mittelalter im Verhfiltnis zwischen Deutschland und der romischen Kurie erf olgt zu sein, und zwar in ausgesprochenem Unterschied zur Kontinuitat, ja, Intensivierung der Beziehungen anderer europaischer Lander und Kirchen zur ecclesia Romana. Dieser Sachverhalt laBt sich nicht zuletzt personengeschichtl1ch festmachen. Die Personengeschichtsforschung gerade der jiingeren Mediavistik hat ein­ drucksvoll dargetan, wie tragend fiir die Konkretisierung von Verfassungs­ strukturen und ihrer Entwicklungen jeweilige Personengruppen waren. Dies trifft in ausgesprochener http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Annuarium Historiae Conciliorum Brill

Ein “deutscher” Freundeskreis an der römischen Korie in der Mitte des 15. Jahrhunderts

Annuarium Historiae Conciliorum , Volume 27-28 (1): 56 – Feb 16, 1995

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0003-5157
eISSN
2589-0433
DOI
10.30965/25890433-02702801027
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Abstract

Ein II deutscher" Freundeskreis an der romischen Korie in der Mitte des 15. Jahrhunderts Von Cesarini bis zu den Piccolomini* ERICH MEUTHEN I KOLN Der europaische Erfolg der mittelalterlichen Papstkirche hatte als entschei­ dende Grundlage die allgemeine Zustimmung der abendlandischen Christenheit zu der von der romischen Kirche getragenen und gestalteten Einheit. Das schloB Konflikte einzelner Kirchen und Lander, Bischofe und Fi.irsten mit der romischen Kirche nicht aus. Es handelte sich aber um Diff erenzen bei der je­ weiligen Kompetenzabgrenzung zwischen Haupt und Gliedern, die den Ge­ samtbau als solchen dadurch nicht in Frage stellten. Das war allerdings der Fall, wenn die Kommunikation zwischen Haupt und Gliedern erlosch. Derlei konnte schlagartig geschehen, wenn entsprechende Konflikte zu dauernder Spaltung fiihrten, konnte sich aber auch schleichend entwickeln. Eine eben solche Entwicklung scheint im spateren Mittelalter im Verhfiltnis zwischen Deutschland und der romischen Kurie erf olgt zu sein, und zwar in ausgesprochenem Unterschied zur Kontinuitat, ja, Intensivierung der Beziehungen anderer europaischer Lander und Kirchen zur ecclesia Romana. Dieser Sachverhalt laBt sich nicht zuletzt personengeschichtl1ch festmachen. Die Personengeschichtsforschung gerade der jiingeren Mediavistik hat ein­ drucksvoll dargetan, wie tragend fiir die Konkretisierung von Verfassungs­ strukturen und ihrer Entwicklungen jeweilige Personengruppen waren. Dies trifft in ausgesprochener

Journal

Annuarium Historiae ConciliorumBrill

Published: Feb 16, 1995

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