Drei Arbeiten über "Arisierungen" in Berlin, Hamburg und Schwerin

Drei Arbeiten über "Arisierungen" in Berlin, Hamburg und Schwerin MISZELLE Drei Arbeiten über "Arisierungen" in Berlin, Hamburg und Schwerin Der Stellenwert wirtschaftlicher Bereicherung bzw. Ausplunderung im NS-Staat nicht nur an Juden wird zur Zeit vor allem an der Frage der Entschadigung fur Zwangs- arbeiter wieder deutlich. Spatestens seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und dem Gesetz zur Regelung offener Verm6gensfragen ist auch im Bewul3tsein der Offentlichkeit der Focus auf einen Aspekt der nationalsozialistischen Judenpolitik gerichtet, der in der Forschung seit den 60er Jahren thematisiert wird. § I , Abs. 6 des Gesetzes besagt, dass es auch auf Anspriiche von Bürgem und Vereinigungen anzuwenden ist, "die in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum 8. Mai 1945 aus rassischen, politischen, religi6sen oder weltanschaulichen Grunden verfolgt wurden und deshalb ihr Verm6gen infolge von Zwangsverkaufen, Enteignungen oder auf andere Weise verloren haben."' Die unter dem Terminus "Arisierung" firmierenden Vorgange der Bereicherung an judischem Eigentum zur Zeit des Nationalsozialismus werfen ihre Schatten auf die unterschiedlichsten Fragen und erzeugen 55 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes eine zum Teil emotional aufgeladene Atmosphare.1 Und zwar deshalb, weil im Zusammenhang mit der Bereicherung vor allem auch solche Fragen aufkommen, wer von den "Arisierungen" profitiert hat. Es war nicht nur der nationalsozialistische Staat, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte Brill

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BRILL
Copyright
© 2000 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0044-3441
eISSN
1570-0739
D.O.I.
10.1163/157007300X00575
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Abstract

MISZELLE Drei Arbeiten über "Arisierungen" in Berlin, Hamburg und Schwerin Der Stellenwert wirtschaftlicher Bereicherung bzw. Ausplunderung im NS-Staat nicht nur an Juden wird zur Zeit vor allem an der Frage der Entschadigung fur Zwangs- arbeiter wieder deutlich. Spatestens seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und dem Gesetz zur Regelung offener Verm6gensfragen ist auch im Bewul3tsein der Offentlichkeit der Focus auf einen Aspekt der nationalsozialistischen Judenpolitik gerichtet, der in der Forschung seit den 60er Jahren thematisiert wird. § I , Abs. 6 des Gesetzes besagt, dass es auch auf Anspriiche von Bürgem und Vereinigungen anzuwenden ist, "die in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum 8. Mai 1945 aus rassischen, politischen, religi6sen oder weltanschaulichen Grunden verfolgt wurden und deshalb ihr Verm6gen infolge von Zwangsverkaufen, Enteignungen oder auf andere Weise verloren haben."' Die unter dem Terminus "Arisierung" firmierenden Vorgange der Bereicherung an judischem Eigentum zur Zeit des Nationalsozialismus werfen ihre Schatten auf die unterschiedlichsten Fragen und erzeugen 55 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes eine zum Teil emotional aufgeladene Atmosphare.1 Und zwar deshalb, weil im Zusammenhang mit der Bereicherung vor allem auch solche Fragen aufkommen, wer von den "Arisierungen" profitiert hat. Es war nicht nur der nationalsozialistische Staat,

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Zeitschrift für Religions- und GeistesgeschichteBrill

Published: Jan 1, 2000

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