Diskussion zum Vortrag von H. Sundén

Diskussion zum Vortrag von H. Sundén 130 muf wohl die Frage gestellt werden, ob es sich nicht einfach so verhalt, daf3 das Gelesene sich durch Einwirkung der Droge in lebhafte Bilder verwandelt? Dies ist jedoch etwas ganz anderes als eine Erweiterung des Bewuf3tseins. Dai3 das Verkaufen von Bilsenkrautsalbe einmal betrhchtlich den He- xenwahn gef6rdert hat, haben wir gesehen, ebenso das Verhalten der Beur- teiler. Seine wichtigste Voraussetzung durfte aber ein kodifiziertes Refe- renzsystem wie das im Malleus gegebene gewesen sein. Unsere kleine Unter- suchung scheint die These Houston Smith's zu bekrhftigen: es gibt keine Drogenerfahrung per se, "kein Erlebnis, das die Drogen an sich einfach aus sich heraussetzen konnten. Jedes Erlebnis ist vielmehr eine Mischung aus drei Bestandteilen: Droge, Set (die psychologische Veranlagung der VP) und Setting (das soziale und physische Milieu, in dem die Droge eingenom- men wird) "17.. Diskussion zum Vortrag von H. Sundén: Erlebnisse, Drogen und Referenzsysteme Keilbach: D3rfen wir noch einmal genauer erfahren, was Sie unter einem "Referenzsystem" verstehen? Sunden: Referenzsystem bedeutet hier die Tradition, die theologisch- juristische Tradition. In Sachen Hexenwahn: man hatte ein kategoriales System angebracht und dies wurde immer ben3tzt, wenn es sich um gericht- liche Verfahren handelte. Das ist ein Referenzsystem. Ich meine dasselbe auch hier: http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archive for the Psychology of Religion Brill

Diskussion zum Vortrag von H. Sundén

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Publisher
BRILL
Copyright
© 1975 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0084-6724
eISSN
1573-6121
D.O.I.
10.1163/157361275X00139
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Abstract

130 muf wohl die Frage gestellt werden, ob es sich nicht einfach so verhalt, daf3 das Gelesene sich durch Einwirkung der Droge in lebhafte Bilder verwandelt? Dies ist jedoch etwas ganz anderes als eine Erweiterung des Bewuf3tseins. Dai3 das Verkaufen von Bilsenkrautsalbe einmal betrhchtlich den He- xenwahn gef6rdert hat, haben wir gesehen, ebenso das Verhalten der Beur- teiler. Seine wichtigste Voraussetzung durfte aber ein kodifiziertes Refe- renzsystem wie das im Malleus gegebene gewesen sein. Unsere kleine Unter- suchung scheint die These Houston Smith's zu bekrhftigen: es gibt keine Drogenerfahrung per se, "kein Erlebnis, das die Drogen an sich einfach aus sich heraussetzen konnten. Jedes Erlebnis ist vielmehr eine Mischung aus drei Bestandteilen: Droge, Set (die psychologische Veranlagung der VP) und Setting (das soziale und physische Milieu, in dem die Droge eingenom- men wird) "17.. Diskussion zum Vortrag von H. Sundén: Erlebnisse, Drogen und Referenzsysteme Keilbach: D3rfen wir noch einmal genauer erfahren, was Sie unter einem "Referenzsystem" verstehen? Sunden: Referenzsystem bedeutet hier die Tradition, die theologisch- juristische Tradition. In Sachen Hexenwahn: man hatte ein kategoriales System angebracht und dies wurde immer ben3tzt, wenn es sich um gericht- liche Verfahren handelte. Das ist ein Referenzsystem. Ich meine dasselbe auch hier:

Journal

Archive for the Psychology of ReligionBrill

Published: Jan 1, 1975

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