Die Weisheitsschrift aus der Kairoer Geniza und der Judasbrief

Die Weisheitsschrift aus der Kairoer Geniza und der Judasbrief MISZELLEN Die Weisheitsschrift aus der Kairoer Geniza und der Judasbrief Ein Vergleich zwischen einer umstrittenen jüdischen und einer judenchristlichen Schrift In jfngster Zeit kam es zu zwei Neueditionen der erstmals von Abraham E. Harkavy' und Solomon Schechter' herausgegebenen, aber in Vergessenheit geratenen sogn. Weisheitsschrift aus der Kairoer Geniza (im folgenden WeisKairGen) durch Klaus Berger3 und Hans Peter Rfger4. In seiner Edition er6ffnete ROger eine scharfe Kontroverse mit Berger, in der es neben philologischen Einwanden besonders um die von Berger angenommene Datierung der Schrift geht. Berger sieht in der WeisKairGen "eine einzigartige Verbindung jiidischer Weisheit mit hellenistischer Philosophie auf der Basis eines vomehmlich asketischen und pazifistischen Lebensstils".5 Die Schrift ist seiner Meinung nach ein Dokument der Abgrenzung gegen die Nivellierung jfdischer Identitat, die aber nicht in den paganen Philosophien, sondem in der alltaglichen GenuB- sucht hellenistischer Stadte gesehen wird.6 Er datiert sie, wie bereits vor ihm Belleli', vorsichtig um 100 n. Chr.1 Methodisch st3tzt sich Bergers Datierungsversuch auf semantische Vergleiche mit judischen und christlichen Schriften aus dem 1. und 2. Jahrhundert. Dabei findet er nicht nur zahlreiche Ubereinstimmungen in Motiven, sondem auch in sprachlich kontrollierbaren Wortfeldern.9 Riiger 357 hingegen pladiert fiir eine relativ spate Ansetzung der Weisheitsschrift. Seiner Meinung http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte Brill

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Publisher
Brill
Copyright
© 1992 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0044-3441
eISSN
1570-0739
D.O.I.
10.1163/157007392X00150
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Abstract

MISZELLEN Die Weisheitsschrift aus der Kairoer Geniza und der Judasbrief Ein Vergleich zwischen einer umstrittenen jüdischen und einer judenchristlichen Schrift In jfngster Zeit kam es zu zwei Neueditionen der erstmals von Abraham E. Harkavy' und Solomon Schechter' herausgegebenen, aber in Vergessenheit geratenen sogn. Weisheitsschrift aus der Kairoer Geniza (im folgenden WeisKairGen) durch Klaus Berger3 und Hans Peter Rfger4. In seiner Edition er6ffnete ROger eine scharfe Kontroverse mit Berger, in der es neben philologischen Einwanden besonders um die von Berger angenommene Datierung der Schrift geht. Berger sieht in der WeisKairGen "eine einzigartige Verbindung jiidischer Weisheit mit hellenistischer Philosophie auf der Basis eines vomehmlich asketischen und pazifistischen Lebensstils".5 Die Schrift ist seiner Meinung nach ein Dokument der Abgrenzung gegen die Nivellierung jfdischer Identitat, die aber nicht in den paganen Philosophien, sondem in der alltaglichen GenuB- sucht hellenistischer Stadte gesehen wird.6 Er datiert sie, wie bereits vor ihm Belleli', vorsichtig um 100 n. Chr.1 Methodisch st3tzt sich Bergers Datierungsversuch auf semantische Vergleiche mit judischen und christlichen Schriften aus dem 1. und 2. Jahrhundert. Dabei findet er nicht nur zahlreiche Ubereinstimmungen in Motiven, sondem auch in sprachlich kontrollierbaren Wortfeldern.9 Riiger 357 hingegen pladiert fiir eine relativ spate Ansetzung der Weisheitsschrift. Seiner Meinung

Journal

Zeitschrift für Religions- und GeistesgeschichteBrill

Published: Jan 1, 1992

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