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Die Strukturreformen in den (Erz-)Diözesen Köln und Trier im Licht der Instruktion zur Pfarrgemeinde

Die Strukturreformen in den (Erz-)Diözesen Köln und Trier im Licht der Instruktion zur Pfarrgemeinde 1Von der Umkehr der Personen zur Umkehr der StrukturenSeit Jahren wird das Leben der Kirche durch den historisch und geistlich großen Begriff der „Reform“ geprägt, nicht zuletzt auch durch die Spezifizierung der „Strukturreform“ im Blick auf die diözesanen Pfarreistrukturen. Einerseits handelt es sich bei der „Reform“ um einen dauerhaften Auftrag an die Kirche, dem sie sich durch das Wort Jesu von der Umkehr und Bekehrung verpflichtet weiß (vgl. u.a. Mk 1,15; Mt 4,17). Folgerichtig proklamiert das II. Vatikanische Konzil die beständige Erneuerungs- und Reinigungsbedürftigkeit der Kirche. Gemäß der Kirchenkonstitution Lumen Gentium wird die Kirche dauerhaft durch Gottes Gnade gestärkt, „damit sie in der Schwachheit des Fleisches nicht abfalle von der vollkommenen Treue, sondern die würdige Braut ihres Herrn verbleibe und unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes nicht aufhöre, sich selbst zu erneuern, bis sie durch das Kreuz zum Licht gelangt, das keinen Untergang kennt“1. Dabei muss sich die Kirche der Tatsache stellen, dass es in ihrer Geschichte vielfältige Formen der „Untreue gegen den Geist Gottes“ gab, die den „Abstand […] zwischen der von ihr verkündeten Botschaft und der menschlichen Armseligkeit derer, denen das Evangelium anvertraut ist“, offenkundig gemacht haben.2 Zugleich aber inkludiert dieses Bekenntnis die unverzichtbare Aufgabe, dem Versagen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archiv für Katholisches Kirchenrecht Brill

Die Strukturreformen in den (Erz-)Diözesen Köln und Trier im Licht der Instruktion zur Pfarrgemeinde

Archiv für Katholisches Kirchenrecht , Volume 188 (1): 19 – Jul 27, 2022

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0003-9160
eISSN
2589-045X
DOI
10.30965/2589045x-1880106
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Abstract

1Von der Umkehr der Personen zur Umkehr der StrukturenSeit Jahren wird das Leben der Kirche durch den historisch und geistlich großen Begriff der „Reform“ geprägt, nicht zuletzt auch durch die Spezifizierung der „Strukturreform“ im Blick auf die diözesanen Pfarreistrukturen. Einerseits handelt es sich bei der „Reform“ um einen dauerhaften Auftrag an die Kirche, dem sie sich durch das Wort Jesu von der Umkehr und Bekehrung verpflichtet weiß (vgl. u.a. Mk 1,15; Mt 4,17). Folgerichtig proklamiert das II. Vatikanische Konzil die beständige Erneuerungs- und Reinigungsbedürftigkeit der Kirche. Gemäß der Kirchenkonstitution Lumen Gentium wird die Kirche dauerhaft durch Gottes Gnade gestärkt, „damit sie in der Schwachheit des Fleisches nicht abfalle von der vollkommenen Treue, sondern die würdige Braut ihres Herrn verbleibe und unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes nicht aufhöre, sich selbst zu erneuern, bis sie durch das Kreuz zum Licht gelangt, das keinen Untergang kennt“1. Dabei muss sich die Kirche der Tatsache stellen, dass es in ihrer Geschichte vielfältige Formen der „Untreue gegen den Geist Gottes“ gab, die den „Abstand […] zwischen der von ihr verkündeten Botschaft und der menschlichen Armseligkeit derer, denen das Evangelium anvertraut ist“, offenkundig gemacht haben.2 Zugleich aber inkludiert dieses Bekenntnis die unverzichtbare Aufgabe, dem Versagen

Journal

Archiv für Katholisches KirchenrechtBrill

Published: Jul 27, 2022

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