Die paulinische Adam-Christus-Typologie und die Erbsündenlehre

Die paulinische Adam-Christus-Typologie und die Erbsündenlehre Die paulinische Adam-Christus-Typologie und die Erbsündenlehre JULIUS GROSS In jungster Zeit sind katholischerseits Versuche unternommen wor- den, eine dem modernen Denken zuganglichere Darlegung der iiberliefer- ten Erbsiindenlehre zu finden. Bekanntlich hat die Kirche schon im 5. Jahrhundert die Lehre von der Existenz der Erbsiinde zum Dogma erhoben, bis heute jedoch unterlassen, das Wesen der auf den Neugebo- renen lastenden verda.mmungswiirdigen Siinde lehramtlich zu definieren. Auch das II. Vatika,nische Konzil hat dieses seit dem Mittelalter stark umstrittene Problem nicht gelost. Nach einer Meldung der "Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), Aktueller Dienst Vatikan" Nr. 159 vom 12. 7. 1966, hat Papst Paul VI. zwolf Theologen zu einem Symposion iiber die Erbsunde nach Rom eingeladen, dessen Aufgabe es war, "den gegenwartigen Stand der ka- tholischen Exegese und Theologie hinsichtlich des Dogmas von der Erb- siinde unter besonderer Bcrucksichtigung der Ergebnisse der modernen Naturwissenschaft, vor allem der Anthropologie und der Palaontologie", zu bestimmen und eine "die Erfordernisse des Glaubens und der Ver- nunft moderner Menschen besser befriedigendc Definierung und Dar- legung der Erbsiindenlehre" zu erarbeiten. Einen Beitrag zur Bewdltigung dieser Aufgabe gedachte auch Peter Lengsfeld zu leisten mit seiner Habilitationsschrift "Adam und Christus"1, soll sie doch in erster Linie "dazu helfen, fiir die iiberlieferte http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte Brill

Die paulinische Adam-Christus-Typologie und die Erbsündenlehre

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Publisher
Brill
Copyright
© 1967 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0044-3441
eISSN
1570-0739
D.O.I.
10.1163/157007367X00022
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Abstract

Die paulinische Adam-Christus-Typologie und die Erbsündenlehre JULIUS GROSS In jungster Zeit sind katholischerseits Versuche unternommen wor- den, eine dem modernen Denken zuganglichere Darlegung der iiberliefer- ten Erbsiindenlehre zu finden. Bekanntlich hat die Kirche schon im 5. Jahrhundert die Lehre von der Existenz der Erbsiinde zum Dogma erhoben, bis heute jedoch unterlassen, das Wesen der auf den Neugebo- renen lastenden verda.mmungswiirdigen Siinde lehramtlich zu definieren. Auch das II. Vatika,nische Konzil hat dieses seit dem Mittelalter stark umstrittene Problem nicht gelost. Nach einer Meldung der "Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), Aktueller Dienst Vatikan" Nr. 159 vom 12. 7. 1966, hat Papst Paul VI. zwolf Theologen zu einem Symposion iiber die Erbsunde nach Rom eingeladen, dessen Aufgabe es war, "den gegenwartigen Stand der ka- tholischen Exegese und Theologie hinsichtlich des Dogmas von der Erb- siinde unter besonderer Bcrucksichtigung der Ergebnisse der modernen Naturwissenschaft, vor allem der Anthropologie und der Palaontologie", zu bestimmen und eine "die Erfordernisse des Glaubens und der Ver- nunft moderner Menschen besser befriedigendc Definierung und Dar- legung der Erbsiindenlehre" zu erarbeiten. Einen Beitrag zur Bewdltigung dieser Aufgabe gedachte auch Peter Lengsfeld zu leisten mit seiner Habilitationsschrift "Adam und Christus"1, soll sie doch in erster Linie "dazu helfen, fiir die iiberlieferte

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Zeitschrift für Religions- und GeistesgeschichteBrill

Published: Jan 1, 1967

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