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Die erneuerte Gesetzgebung über die kirchlichen Fakultäten und Universitäten

Die erneuerte Gesetzgebung über die kirchlichen Fakultäten und Universitäten Mit Datum vom 08. Dezember 2017 wurde die von Franziskus erlassene Apostolische Konstitution „Veritatis gaudium“ (VG) veröffentlicht,1 mit der „in Treue zum Geist und den Leitlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils und als seine angemessene Aktualisierung […] nach fast vierzig Jahren […] ein aggiornamento […] [der] Apostolischen Konstitution“2 – gemeint ist die von Johannes Paul II. erlassene Apostolische Konstitution „Sapientia Christiana“ vom 15. April 1979 (SapChrist)3 – vorgenommen werden soll. Dieses „aggiornamento“ soll aber offenkundig nicht als Abrogation,4 d.h. als vollständige Aufhebung von SapChrist verstanden werden, sondern vielmehr als deren Ergänzung und Aktualisierung,5 denn VG führt zum Verhältnis zwischen den beiden Konstitutionen aus: „Auch wenn sie in ihrer prophetischen Vision und mit ihrem klaren Gedankengang ihre Gültigkeit völlig beibehält, muss sie doch durch die zwischenzeitlich erlassenen normativen Bestimmungen ergänzt werden.“6 Auf diesen ergänzenden Charakter deutet auch hin, dass der Veröffentlichung von VG auf der Homepage des Heiligen Stuhls ohne weitere Erläuterung als Anhang das Vorwort von SapChrist aus dem Jahr 1979 beigefügt ist. Die zu VG gehörenden „Ordinationes“7 der Kongregation für das katholische Bildungswesen werden erst im Anschluss an diesen Anhang abgedruckt. In einer gewissen Spannung hierzu steht die Schlussbestimmung in Art. 94 VG, die auch im Sinne einer Abrogation http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archiv für Katholisches Kirchenrecht Brill

Die erneuerte Gesetzgebung über die kirchlichen Fakultäten und Universitäten

Archiv für Katholisches Kirchenrecht , Volume 188 (1): 33 – Jul 27, 2022

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0003-9160
eISSN
2589-045X
DOI
10.30965/2589045x-1880109
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Abstract

Mit Datum vom 08. Dezember 2017 wurde die von Franziskus erlassene Apostolische Konstitution „Veritatis gaudium“ (VG) veröffentlicht,1 mit der „in Treue zum Geist und den Leitlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils und als seine angemessene Aktualisierung […] nach fast vierzig Jahren […] ein aggiornamento […] [der] Apostolischen Konstitution“2 – gemeint ist die von Johannes Paul II. erlassene Apostolische Konstitution „Sapientia Christiana“ vom 15. April 1979 (SapChrist)3 – vorgenommen werden soll. Dieses „aggiornamento“ soll aber offenkundig nicht als Abrogation,4 d.h. als vollständige Aufhebung von SapChrist verstanden werden, sondern vielmehr als deren Ergänzung und Aktualisierung,5 denn VG führt zum Verhältnis zwischen den beiden Konstitutionen aus: „Auch wenn sie in ihrer prophetischen Vision und mit ihrem klaren Gedankengang ihre Gültigkeit völlig beibehält, muss sie doch durch die zwischenzeitlich erlassenen normativen Bestimmungen ergänzt werden.“6 Auf diesen ergänzenden Charakter deutet auch hin, dass der Veröffentlichung von VG auf der Homepage des Heiligen Stuhls ohne weitere Erläuterung als Anhang das Vorwort von SapChrist aus dem Jahr 1979 beigefügt ist. Die zu VG gehörenden „Ordinationes“7 der Kongregation für das katholische Bildungswesen werden erst im Anschluss an diesen Anhang abgedruckt. In einer gewissen Spannung hierzu steht die Schlussbestimmung in Art. 94 VG, die auch im Sinne einer Abrogation

Journal

Archiv für Katholisches KirchenrechtBrill

Published: Jul 27, 2022

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