Get 20M+ Full-Text Papers For Less Than $1.50/day. Start a 14-Day Trial for You or Your Team.

Learn More →

Der naturalistische Fehlschluß in der naturalistischen Ethik

Der naturalistische Fehlschluß in der naturalistischen Ethik Der naturalistische Fehlschluß in der naturalistischen Ethik Herbert Spencer und die gegenwärtige Debatte Antonella Corradini, Katholische Universität Mailand 1. Einleitung Heutzutage ist auf der philosophischen Bühne ein Projekt sehr populär gewor- den, das den Anspruch erhebt, die verschiedenen Disziplinen der Philosophie zu naturalisieren, d.h. deren Anspruch auf Objektivität dadurch zu gewährlei- sten, daß ihnen die methodischen Anforderungen durch die empirischen Wis- senschaften vorgeschrieben werden . Dieses Projekt umfaßt auch die Ethik. Die – wenn auch nicht exklusive – Inspirationsquelle für den ethischen Naturalismus bildet die biologische Theo- rie der Evolution, die zu unterschiedlichen Formen der „Evolutionären Ethik“ Anlaß gegeben hat . Das Konzept einer evolutionären Ethik ist aber nicht neu. Sein erster Vertre- ter war der britische Philosoph Herbert Spencer, der, unabhängig von Darwin und einige Jahre vor ihm, ein eigenes System entwickelte, in dem die Idee der Evolution des organischen, kulturellen und sozialen Lebens die Hauptrolle spielte . Die Aktualität dieses Autors fällt mit besonderer Prägnanz auf, wenn man auf die Motive zurückgeht, die ihn dazu bewegten, die Ethik auf eine „wis- senschaftliche Basis“ zu stellen . Seine Überlegungen gehen von der Krise der traditionellen, religiös motivierten Moralität aus und zielen darauf ab, eine neue Moralität zu begründen, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png History of Philosophy and Logical Analysis Brill

Der naturalistische Fehlschluß in der naturalistischen Ethik

Loading next page...
 
/lp/brill/der-naturalistische-fehlschlu-in-der-naturalistischen-ethik-jJrvOfk36h
Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
2666-4283
eISSN
2666-4275
DOI
10.30965/26664275-00601012
Publisher site
See Article on Publisher Site

Abstract

Der naturalistische Fehlschluß in der naturalistischen Ethik Herbert Spencer und die gegenwärtige Debatte Antonella Corradini, Katholische Universität Mailand 1. Einleitung Heutzutage ist auf der philosophischen Bühne ein Projekt sehr populär gewor- den, das den Anspruch erhebt, die verschiedenen Disziplinen der Philosophie zu naturalisieren, d.h. deren Anspruch auf Objektivität dadurch zu gewährlei- sten, daß ihnen die methodischen Anforderungen durch die empirischen Wis- senschaften vorgeschrieben werden . Dieses Projekt umfaßt auch die Ethik. Die – wenn auch nicht exklusive – Inspirationsquelle für den ethischen Naturalismus bildet die biologische Theo- rie der Evolution, die zu unterschiedlichen Formen der „Evolutionären Ethik“ Anlaß gegeben hat . Das Konzept einer evolutionären Ethik ist aber nicht neu. Sein erster Vertre- ter war der britische Philosoph Herbert Spencer, der, unabhängig von Darwin und einige Jahre vor ihm, ein eigenes System entwickelte, in dem die Idee der Evolution des organischen, kulturellen und sozialen Lebens die Hauptrolle spielte . Die Aktualität dieses Autors fällt mit besonderer Prägnanz auf, wenn man auf die Motive zurückgeht, die ihn dazu bewegten, die Ethik auf eine „wis- senschaftliche Basis“ zu stellen . Seine Überlegungen gehen von der Krise der traditionellen, religiös motivierten Moralität aus und zielen darauf ab, eine neue Moralität zu begründen,

Journal

History of Philosophy and Logical AnalysisBrill

Published: Apr 5, 2003

There are no references for this article.