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Das Konstanzer Konzil (1414–1418) — ein concilium generale et universale? Eine aktuell gestellte Streitfrage auf dem Prüfstand der modernen Konzilienforschung

Das Konstanzer Konzil (1414–1418) — ein concilium generale et universale? Eine aktuell gestellte... Das Konstanzer Konzil (1414-1418) - ein concilium generale et universale? Eine aktuell gestellte Streitfrage auf dem Priifstand der modernen Konzilienforschung* ANSGAR FRENKEN / ULM Vorbemerkungen zur Aktualitiit des Themas Zu den Gegenstanden der modernen Konzilienforschung gehort nicht nur eine griindliche Erforschung der Kirchenversammlungen von ihren friihes­ ten Anfangen anI. Auch war und ist es ein Anliegen heutiger Forschung, die unterschiedlichen Konzile bzw. Synoden (oder wie sie sonst bezeichnet sein mogen) zu klassifizieren - in Hinblick auf die innere Struktur und Ver­ fasstheit der jeweiligen Versammlung (forma), beziiglich der ihr gesteHten Aufgaben sowie hinsichtlich der Reichweite der gefassten Beschliisse und Entscheidungen. Selbstverstandlich schlieBt dies die Frage der Rezeption mit ein. Dass es sich bei diesem Bemiihen urn eine Klassifizierung kirchlicher Versammlungsformen indes nicht urn eine quasi ahistorische Beschafti­ gung, gar eine weltferne wissenschaftliche "Glasperlenspielerei" handelt, wird aHein schon daran deutlich, dass mit der Klassifikation eines Syno­ dentypus dogmatische und kirchenpolitische Implikationen verbunden sind, deren Auswirkungen entscheidende Bedeutung fUr das Leben der Kir­ che gehabt haben und noch immer haben. Dies gilt vor aHem fUr das oku­ menische Konzil, da diesem - neben dem Papst - die oberste Lehr- und Lei­ tungsgewalt in der Kirche zukommt und es infolgedessen definitive Lehr­ http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Annuarium Historiae Conciliorum Brill

Das Konstanzer Konzil (1414–1418) — ein concilium generale et universale? Eine aktuell gestellte Streitfrage auf dem Prüfstand der modernen Konzilienforschung

Annuarium Historiae Conciliorum , Volume 40 (2): 38 – Jun 20, 2008

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Publisher
Brill
Copyright
Copyright © Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands
ISSN
0003-5157
eISSN
2589-0433
DOI
10.30965/25890433-04002005
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Abstract

Das Konstanzer Konzil (1414-1418) - ein concilium generale et universale? Eine aktuell gestellte Streitfrage auf dem Priifstand der modernen Konzilienforschung* ANSGAR FRENKEN / ULM Vorbemerkungen zur Aktualitiit des Themas Zu den Gegenstanden der modernen Konzilienforschung gehort nicht nur eine griindliche Erforschung der Kirchenversammlungen von ihren friihes­ ten Anfangen anI. Auch war und ist es ein Anliegen heutiger Forschung, die unterschiedlichen Konzile bzw. Synoden (oder wie sie sonst bezeichnet sein mogen) zu klassifizieren - in Hinblick auf die innere Struktur und Ver­ fasstheit der jeweiligen Versammlung (forma), beziiglich der ihr gesteHten Aufgaben sowie hinsichtlich der Reichweite der gefassten Beschliisse und Entscheidungen. Selbstverstandlich schlieBt dies die Frage der Rezeption mit ein. Dass es sich bei diesem Bemiihen urn eine Klassifizierung kirchlicher Versammlungsformen indes nicht urn eine quasi ahistorische Beschafti­ gung, gar eine weltferne wissenschaftliche "Glasperlenspielerei" handelt, wird aHein schon daran deutlich, dass mit der Klassifikation eines Syno­ dentypus dogmatische und kirchenpolitische Implikationen verbunden sind, deren Auswirkungen entscheidende Bedeutung fUr das Leben der Kir­ che gehabt haben und noch immer haben. Dies gilt vor aHem fUr das oku­ menische Konzil, da diesem - neben dem Papst - die oberste Lehr- und Lei­ tungsgewalt in der Kirche zukommt und es infolgedessen definitive Lehr­

Journal

Annuarium Historiae ConciliorumBrill

Published: Jun 20, 2008

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